Wie hoch ist der Goldanteil an den Veranlagungen?
Wie viel des weltweit veranlagten Vermögens wirklich in Gold investiert ist, darüber gibt es nur Schätzungen. Einig ist man sich nur darüber, dass es wenig ist. Das Goldbranchen-Analyseunternehmen GFSM hat nun aktuelle Zahlen dafür vorgelegt. Laut jüngst veröffentlichten Ergebnissen soll sich im 3 Quartal 2009 das weltweite Investment-Volumen auf 81.5 Billionen USD belaufen haben, von dem 44% auf Aktien und 5% auf alternative Investments (Private Equity, Hedgefonds, Immobilien, Rohstoffe) und 1,1% auf Gold entfallen. Bei Anlegern, die dezidiert in Gold investieren, soll der Goldanteil der Studie zufolge im Schnitt 5-7% des Portfolios betragen.
Der Umsatz mit Goldmünzen und kleinen Barren stieg im selben Zeitraum um 10,7% auf 186 Tonnen.
Goldförderung Q3/2009
Laut Bericht des World Gold Council (WGC) wuchs die Goldförderung im Q3/2009 um 6% auf 670 Tonnen. Aufgrund alternder Minen in den wichtigen Abbaugebieten und keinen spektakulären Neuentdeckungen wird jedoch bald mit rückläufigen Förderungen gerechnet. Möglicherweise wurde der Gold-Peak mit rund 2800 Tonnen schon Anfang des Jahrtausends erreicht.
Gold weiterhin nicht mit Aktienindizes korreliert
Auf 3-Jahres Basis ist der Goldpreis laut WGC leicht negativ mit den wichtigsten Aktienindizes korreliert: MSCI World –0,19, Dax-30 –0,18. Gemäß der Markowitzschen Portfoliotheorie erhöhen unkorrelierte Anlagen den Ertrag bzw. mindern das Risiko bei gleichbleibendem Ertrag. Unter diesem Aspekt ist Gold in den weltweiten Portfolios derzeit für eine ausgewogene Diversifikation nur unzureichend vertreten, worauf von Goldmarktspezialisten gerne verwiesen wird. Das geringe Vorhandensein von Gold in den Portfolios wird auch als Hinweis gesehen, dass sich Gold noch lange nicht am Ende des Aufschwungzyklus befindet.
Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Investment-Golds in Form von Gold-ETFs wird vermutet, dass die Korrelation zu den Aktienmärkten steigen könnte, da Aktien und Gold-ETFs zunehmend von denselben Anlegern gehalten werden, die mit beiden Investmentklassen ähnlich agieren könnten.
(cr)


