Der Ölpreis hat am frühen Montagnachmittag mit Kursgewinnen gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März 74,72 Dollar und damit 0,24 Prozent mehr als am Freitag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 73,30 Dollar gehandelt. Das waren 0,65 Prozent mehr als am Vortag.
Mit der Erholung an den Aktienmärkten konnte sich auch der Ölpreis etwas steigern, berichteten Marktteilnehmer. Der Ölpreis bleibt weiter unter Druck, kommentiert die Commerzbank in einer aktuellen Rohstoff-Studie. Vor allem die reichliche Liquiditätsausstattung und der Risikoappetit der Finanzanleger hatten den Ölpreis in den vergangenen Monaten immer weiter nach oben getrieben, obwohl sich die Fundamentaldaten am Ölmarkt nicht verbessert haben.
Als Auslöser für die gegenwärtige Korrektur an den Rohstoffmärkten nannten die Commerzbank-Analysten die Angst vor einer Straffung der Geldpolitik in China sowie die Kampfansage von US-Präsident Obama an die Grossbanken. Die Aktionen der Machthaber könnten die Rohstoffpreise auf mittlere Sicht belasten, auch wenn eine kurze Zwischenerholung möglich sei, hiess es weiter.
Der Goldpreis zeigte sich mit freundlicher Tendenz. Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.103,50 Dollar und damit etwas höher zum Freitag-Vormittags-Fixing von 1.096,50 Dollar. Zur Begründung für die heutigen Aufschläge verwiesen Marktteilnehmer auf den etwas schwächeren US-Dollar. Offensichtlich nimmt das physische Kaufinteresse bei niedrigeren Preisen wieder zu und wirkt somit stabilisierend, hiess es vonseiten der Commerzbank.
Während Gold und Silber vor allem vom spekulativen Kaufinteresse leben, ist es bei Platin und Palladium die rege ETF-Nachfrage. Die Nachfrage nach den vor kurzem aufgelegten ETFs in den USA zeigte sich weiterhin sehr robust. Die Industriemetalle konnten sich nach den zuletzt deutlichen Preisrückgängen zu Wochenbeginn wieder etwas stabilisieren.









