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Wachstum

Ökonomen sehen US-Wirtschaftswachstum 2010 optimistisch   Facebook be



29.12.2009
 
Die US-Wirtschaft wird sich 2010 so gut entwickeln wie seit 2004 nicht mehr

Die US-Wirtschaft wird sich 2010 so gut entwickeln wie seit 2004 nicht mehr, prognostiziert Dean Maki, Chef-US-Ökonom bei Barclays Capital Inc. Maki hatte in einer Umfrage von Bloomberg News unter 60 Ökonomen die exakteste Prognose für das US-Wirtschaftswachstum in den ersten drei Quartalen 2009 abgegeben. Auch andere Strategen von der Wall Street sind zuversichtlich für die US- Wirtschaftsentwicklung im neuen Jahr.

Experte Maki rechnet für 2010 mit einem Anstieg des US- Bruttoinlandsproduktes von 3,5 Prozent, da Unternehmen mehr investieren und neue Mitarbeiter einstellen werden. Das wiederum werde die amerikanischen Verbraucher zu dem verleiten, was sie am besten können - Geld ausgeben. “Die Konsumausgaben werden zum zweiten Halbjahr 2010 anziehen”, prognostiziert Maki, früher Ökonom bei der US-Notenbank Federal Reserve. “Insgesamt dürfte die Wirtschaft 2010 rasch genug wachsen, um die Arbeitslosenquote auf durchschnittlich 9,6 Prozent zu drücken.”

Maki, der sich in seiner Zeit bei der Fed von 1995 bis 2000 auf die Erforschung der Finanzen der privaten Haushalte spezialisiert hatte, rechnet damit, dass die Konsumausgaben wieder anziehen und 2010 weiter wachsen, da die Aktienkurse steigen.

“Einen Bereich, den wir wohl stärker berücksichtigen als die anderen, ist der Aktienmarkt”, erläutert Maki, der einen Doktortitel in Ökonomie von der Stanford University in Palo Alto, Kalifornien hat. Nachdem der Standard & Poor’s 500 seit dem 12-Jahres-Tief vom 9. März 67 Prozent zugelegt hat, bessert sich auch die Finanzlage der Amerikaner, so dass sie mehr Geld ausgeben können.

Die Aussichten auf eine stärkere Erholung entsprechen den Aufwärtsbewegungen nach vergangenen Rezessionen, so Maki. “Wir glauben nicht, dass es diesmal anders sein wird als in den vorherigen Geschäftszyklen”, erklärt der Stratege. “Die Konsensmeinung geht davon aus, dass das Wachstum im gesamten nächsten Jahr verhalten bleiben wird - dafür gibt es in der modernen US-Geschichte kein Beispiel.”

Maki ist mit seiner Prognose für 2010 am optimistischsten unter den 58 Ökonomen aus einer Bloomberg-Umfrage vom Dezember. Er ist auch zuversichtlicher als Jan Hatzius, der Chef-US-Ökonom von Goldman Sachs Group Inc., der während der zwölf Monate bis Juni 2009 den ersten Platz belegte. Hatziusr geht davon aus, dass die Wirtschaft 2010 um 2,4 expandiert. Seine Wachstumserwartung für das erste Quartal ist mit 2,5 Prozent nur halb so hoch wie die Schätzung von Maki. Goldman Sachs rechnet im nächsten Jahr mit einem unterdurchschnittlichen Wachstum, weil die Unternehmen mit Einstellungen noch zögern und die Haushalte eher sparen werden. Auch dürften die Haushaltszwänge des Bundes und der Kommunen sowie Kreditbeschränkungen die Konjunktur bremsen.

Maki basiert seine Prognose von einem Wachstum von fünf Prozent im ersten Quartal auf die Notwendigkeit bei den Unternehmen, die Lagerbestände wieder aufzufüllen, die in den ersten neun Monaten dieses Jahres in Rekordtempo abgebaut wurden. “Die Unternehmen haben auf die Abwärtsrisiken während der Rezession überreagiert”, erklärt Maki. “Wenn die Unternehmen vom Überlebensmodus auf Wachstum umschalten, werden sie sowohl Beschäftigung als auch Investitionen erhöhen.” Er rechnet damit, das die Fed den Leitzins von derzeit Null bis 0,25 Prozent im dritten Quartal auf 0,5 Prozent und bis Jahresende auf ein Prozent anhebt.

Neal Soss, Chefökonom bei Credit Suisse, hatte für die ersten neun Monate dieses Jahres das BIP am zweitbesten prognostiziert. Er erwartet für das nächste Jahr nun ein Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent. Die Nummer drei aus der Umfrage, John Lonski, Chefökonom bei Moody’s Capital Markets Group, geht von einer Steigerungsrate von 2,7 Prozent aus.

Die pessimistischste und zugleich exakteste Prognose für die Beschäftigungslage hatte Robert MacIntosh abgegeben. Der Chefvolkswirt von Eaton Vance Management hatte gesagt, die Arbeitslosenquote werde im vierten Quartal zehn Prozent erreichen. Im Oktober stieg sie auf ein 26-Jahres-Hoch von 10,2 Prozent und sank im November auf zehn Prozent. Für 2010 rechnet er mit einer Erholung der US-Wirtschaft, bei der das Wirtschaftswachstum wieder auf 3,5 Prozent anziehen und die Arbeitslosenquote auf durchschnittlich 9,5 Prozent sinken werde. Die ersten positiven Trends bei der Beschäftigung dürften bereits im Januar eintreten. Hingegen sieht Goldman Sachs die durchschnittliche Arbeitslosenquote im nächsten Jahr bei 10,3 Prozent. Der Medianwert der 58 Ökonomen aus der Bloomberg- Umfrage beläuft sich auf zehn Prozent. (Bloomberg)


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