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Sal. Oppenheim verkauft Derivatengeschäft an Australier   Facebook be



23.12.2009
 
Wert beläuft sich auf zweistelligen Millionen-Euro-Betrag

Die angeschlagene Privatbank Sal. Oppenheim verkauft ihr Derivatengeschäft an das australische Finanzinstitut Macquarie. Vereinbart worden sei, dass mehr als 90 Mitarbeiter in Deutschland und der Schweiz von Sal. Oppenheim zu Macquarie wechseln, teilten beide Institute am Mittwoch mit. Über die Bedingungen der Transaktion, deren Abschluss für Anfang des zweiten Quartals 2010 erwartet wird, sei Stillschweigen vereinbar worden.

Finanzkreisen zufolge beläuft sich der Wert des Geschäfts auf einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Das Retail-Derivatengeschäft werde künftig unter dem Namen Macquarie Oppenheim firmieren.

Sal. Oppenheim, die sich mit Beteiligungen an Krisenfirmen wie Arcandor überhoben hat, wird im ersten Quartal 2010 für gut 1 Milliarde Euro an die Deutsche Bank verkauft. Die Frankfurter sind aber eigentlich nur an der Vermögensverwaltung reicher Privatkunden interessiert und wollten das Investmentbanking mit seinen mehr als 400 Mitarbeitern verkaufen.

Sal. Oppenheim teilte nun mit, dass für die verbleibenden Aktivitäten des Investmentbanking aktiv an einer Lösung gearbeitet werde. Dabei habe die Deutsche Bank signalisiert, auch ein Fortführungskonzept der Investmentbank vollumfänglich zu unterstützen.

Sal. Oppenheim, die im Geschäft mit Derivaten Finanzkreisen zufolge zuletzt wieder schwarze Zahlen schrieb, spielt auf dem deutschen Derivatenmarkt nach der Finanzkrise noch eine mittelgroße Rolle. 2009 entfielen nach Daten der Deutsche-Börse-Tochter Clearstream bisher knapp zwei Prozent des börslichen und außerbörslichen Handelsvolumens auf das Geldhaus. Das entspricht Platz zehn unter 25 erfassten Anbietern. 2008 war der Anteil noch mehr als doppelt so groß, was Position sechs bedeutete. (APA)


 
 

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