Erste-Chef will nach Rumänien auch Tschechien, Slowakei, Ungarn und Kroatien aufbauen - Österreich-Entscheidung Ende des Jahres
Die Erste Group plant die Vergabe von Mikrokrediten auf ganz Osteuropa und möglicherweise sogar Österreich auszuweiten. "In Rumänien haben wir unter dem Namen 'good.bee' schon begonnen, eine Mikrokreditorganisation aufzubauen und sind dort auch schon aktiv", sagte Erste-Chef Andreas Treichl am Freitag auf dem Europakongress in Wien.
"Wir wollen das jetzt in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Kroatien auch aufbauen. Wo wir noch am Nachdenken sind, ob wir das auch in Österreich machen werden", sagte Treichl. "Ich persönlich würde sehr gerne beginnen. Da werden wir uns Ende des Jahres entscheiden. In Osteuropa werden wir es auf jeden Fall machen, überall", so Treichl.
Die Erste Group bietet mit ihrer "Zweite Sparkasse" finanziell in Notlage geratenen Personen ein Habenkonto, um Zugang zu Bankdienstleistungen zu erhalten. "Wir haben jetzt schon einen ziemlichen Rückstau, weil die Kapazitäten in der Schuldnerberatung relativ eng sind, wir haben jetzt etwas über 5.000 Kunden, da müssen wir uns kapazitätsmäßig anpassen", so Treichl.
Treichl ist am Donnerstag mit dem Gründer der Grameen Bank und Friedensnobelpreisträger, Muhammad Yunus, zusammengetroffen. Das Treffen habe auch zum Ziel mögliche Kooperationen der Erste Stiftung mit jenen Initiativen von Muhammad Yunus zu besprechen, die Kleinst- und Sozialunternehmen fördern. Die Erste Stiftung plant ähnliche Projekte in Zentral- und Südosteuropa.
Die auf "Social Banking" spezialisierte good.bee-Holding wurde vor kurzem gemeinsam von Erste Stiftung und Erste Group gegründet. Sie bietet in der Region Zentral- und Südosteuropa Menschen, die bisher noch kein Konto hatten, eine einfache, günstige Möglichkeit zu Geldtransaktionen sowie Mikrokredite an. Gestartet ist good.bee zu Beginn des Jahres in Rumänien.
(red / APA)






