Wie immer "aufbauende" Worte von "Berufspessimisten" und Börsen-Guru Marc Faber. Die USA steuern seiner Auffassung nach unweigerlich auf eine Hyperinflation zu. Im Interview mit Bloomberg erklärte der Investor und Fondsmanager am Dienstag in Hongkong: "Ich bin 100 Prozent sicher, dass den USA eine Hyperinflation bevorsteht".
Zur Begründung verweist Faber auf den rasch wachsenden Schuldenberg der Vereinigten Staaten. Wenn der Zeitpunkt gekommen sei, wo die Notenbank Fed eigentlich die Zinsen anheben müsste, werde sie sich dagegen sträuben. Dann werde sich die Inflation beschleunigen. Die Preise könnten in einem Tempo zulegen, das "nahe an" die Entwicklung in Zimbabwe herankommt, so Faber weiter. Das afrikanische Land verzeichnete 2008 eine Hyperinflation, die letzte amtliche Statistik vom Juli bezifferte sie mit, aufs Jahr gerechnet, 231 Millionen Prozent.
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Faber studierte Wirtschaftswissenschaften und promovierte in Wirtschaftsgeschichte an der Universität Zürich. Von 1970 bis 1978 war er bei White Weld & Company in New York, Zürich und Hongkong tätig. Seit 1973 lebt er in Hongkong. Von 1978 bis Februar 1990 war er dort Managing Director bei Drexel Burnham Lambert. 1990 gründete er die Investmentgesellschaft Marc Faber Ltd mit Sitz in Hongkong. Diese verwaltete 2007 ca. 300 Millionen Dollar.
Faber gilt als pessimistischer Börsenguru, da er vergangene Crashs, nämlich die Japan-Baisse, den Börsencrash von 1987, die Asienkrise und das Platzen der Technologie-Blase 2000 richtig prognostizierte. Faber ist Herausgeber des Gloom Boom & Doom Reports. Er wird deshalb auch „Dr. Doom“ genannt.
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