Im November wird bereits zum vierten Mal über das Zertifikat des Monats abgestimmt. Diesmal haben acht Emittenten die Möglichkeit genutzt ein Produkt zu nominieren. Die Manufaktur geht als Titelverteidiger ins Rennen, auch die anderen Titelträger sind mit dabei.
Bei den Emittenten handelt es sich um die DZ Bank, die Manufaktur, RCB, X-markets Team Deutsche Bank, Volksbank, Vontobel, Erste Group und UniCredit.
Die Leser-Umfrage finden Sie hier: http://www.boerse-express.com/ Stimmen Sie für das Produkt ab, dass Ihnen am meisten zusagt.
1. IndexKlassik Garant IX
Die DZ Bank nominiert den Index- Klassik Garant IX auf einen Rohstoffindex. Die ISIN lautet DE000AK0EX92. Das Produkt befindet sich noch in Zeichnung.
„Der Anleger investiert kapitalgeschützt in die gerade im jetzigen Makroumfeld sehr interessante Assetklasse Rohstoffe. Diese wird durch einen ausgewogenen Rohstoffindex mit 19 Rohstoffen dargestellt, dessen grösste Positionen sind Öl mit ca. 16%, Kupfer mit ca. 12% und Gold mit ca. 8%“, so Michael Mellinghoff.
„Das DZ BANK Research beurteilt beispielsweise diese drei Rohstoffe alle positiv: Auf Jahressicht werden beim Öl Kurse von 80 US-Dollar, bei Kupfer von 7000 US-Dollar und bei Gold von 1250 USDollar für möglich gehalten.“
Charakteristisch sind die 100-prozentige Partizipation an der Wertentwicklung des DB Commodity Booster DJ-UBSCI EUR ER Index und die einmalige Bewertung der Indexentwicklung am Bewertungstag nach etwa 5 Jahren.
2. Alpha Aurum Zertifikat
Die Manufaktur schickt das Alpha Aurum Zertifikat der Capital Bank ins Rennen. ISIN: AT000B109962
„Bei den Anlegern ist ein neuer „Goldrausch“ ausgebrochen. Gerade in schwierigen Marktphasen gewinnt das edle Metall zunehmend an Bedeutung als Anlageinstrument. In der Regel basieren Anlagezertifikate aber nicht auf dem glänzenden Metall selbst, sondern auf den entsprechenden Future-Kontrakten. Beim Alpha Aurum Zertifikat der Capital Bank ist das anders“, so Andreas Dolezal.
Dem Zertifikat liegt ein „Professional Investor Fund" zu Grunde, der 80 Prozent seiner Vermögenswerte in physisches Gold investiert. „Die Goldbarren werden über die Credit Suisse in der Schweiz angekauft und auch gelagert. Den Einkauf und die Lagerung übernehmen zu gleichen Teilen die Credit Suisse und die Metalor Technologies SA.“ Die verbleibenden 20 Prozent des Kapitals können zur Absicherung gegen einen fallenden Goldpreis verwendet werden.
3. Gold Quanto Zertifikat
Die RCB nominiert das Gold Quanto Zertifikat. Die ISIN lautet: AT0000A0DGW5
Die Raiffeisen Centrobank setzt ebenso wie die DZ Bank auf Rohstoffe und ebenso wie die Manufaktur auf Gold. Durch den eingebauten Quanto-Mechanismus, setzt man (im Gegensatz zu die Manufaktur) jedoch „währungsgesichert“ auf den Goldpreis.
„Das Zertifikat ermöglicht es ohne Währungsrisiko von der Entwicklung des Goldpreises zu partizipieren. Als Basiswert dient der Spotpreis für 1 Unze Gold was zur Folge hat, dass (im Gegensatz zu Futures) keine Rollvorgänge stattfinden“, so Philipp Arnold über das im April emittierte Produkt.
„Anleger partizipieren also eins zu eins und ohne Wechselkursrisiko von der Gold- Performance. Der stark steigende Goldpreis der letzten Wochen macht dieses Zertifikat zum idealen Anlageinstrument für Goldbullen.“ In den letzten Wochen hat sich auch der Quanto-Mechanismus bewährt.
4. Cap-Optionsschein
Das X-Markets Team der Deutsche Bank nominiert einen Cap-Optionsschein auf den 3-Monats-Euribor. Die ISIN lautet DE000DB2KS19.
„Der Basiszinssatz des Cap-Optionsscheins liegt bei 3 Prozent. Konkret heisst das: Steigt der Zins - aktuell liegt er bei 0,715 Prozent - über 3 Prozent, wird dem Anleger zum jeweiligen Beobachtungstag die Differenz zwischen dem aktuellen Zinssatz und Basiszinssatz gezahlt. Wenn an einem der vier Beobachtungstage im Jahr der 3-Monats Euribor über dem Basiszinssatz von 3 Prozent liegt, kommt es zu einer Auszahlung“, erklärt Christian-Hendrik Knappe das neue Produkt.
Die Auszahlung errechnet sich folgendermassen: (Beobachtungsreferenzstand - Basiszinssatz) * Basisbetrag (1.000 Euro) * Tagequotient. Der Tagequotient ergibt sich aus dem Quotient der Tage innerhalb der Berechnungsperiode dividiert durch 360. Das heisst: Wann immer der Euribor über 3% steigt - bekommt der Investor Geld.
5. Europa Bonus Performer 10
Die Volksbank, Sieger im September, schickt den Europa Bonus Performer 10 (ISIN: AT000B059431) ins Rennen.
Das Produkt ist mit einer Laufzeit von fünf Jahren, einer Barriere von 50% des Startwertes, und einem Bonus von 55% ausgestattet. Basiswert ist der europäische Leitindex, der DJ EuroStoxx 50. So viel zu den Eckdaten. Der Emissionspreis liegt bei 1000 Euro je Stück, der Ausgabeaufschläg beträgt drei Prozent.
„Wenn der Basiswert die Barriere während der Laufzeit nicht berührt oder unterschreitet, erfolgt die Tilgung zu mindestens 1550 Euro je Stück. Das Zertifikat ist ohne Cap ausgestattet, das heisst wenn der Basiswert bis zum Laufzeitende über den Bonuslevel steigt (Anm.: über +55 Prozent), dann partizipiert der Anleger auch an diesen Gewinnen ohne jegliche Abschläge“, erklärt Alexandra Baldessarini von der Volksbank.
Das Zertifikat bietet somit eine Seitwärtsrendite von 9,16% p.a. (ohne Berücksichtigung des Ausgabeaufschlags) kombiniert mit einem 49,99-prozentigen Sicherheitspuffer.
6. Vontobel REITs Low Volatility
Vontobel nominiert das (sich noch bis 10. Dezember in Zeichnung befindende) Index-Zertifikat auf den Vontobel REITs Low Volatility Index (ISIN: DE000VT0RLV8).
„Der Basiswert besteht aus 20 Real Estate Investment Trusts, kurz REITs, die halbjährlich nach klaren Kriterien einem Auswahlverfahren unterliegen, um in den derzeitig volatilen Märkten eine möglichst stabile Performance zu erzielen. Wesentliches Auswahlkriterium ist eine möglichst geringe historische Volatitilität. Somit bieten wir dem Anleger die Performance eines globalen REIT-Indexes mit der niedrigen Schwankungsintensität eines offenen Immobilienfonds“, erklärt Heiko Geiger und liefert die Argumente pro Immobilien gleich nach:
„Die Zeichen für eine Wiederbelebung des Immobilien-Sektors mehren sich. Die Mietrenditen stabilisieren sich und auch die Cashflow-Seite der Unternehmen verbessert sich zunehmend. Die gesenkten Leitzinsen der Zentralbanken erleichterten den Unternehmen zudem, ihre Finanzierungen zu restrukturieren.“
7. Herbst Floater
Die Erste Group nominiert den Herbst Floater (ISIN AT000B003868), ein Produkt, das bei Kunden auf reges Interesse gestossen ist.
Laut Andre Albrecht handelt es sich dabei um ein „optimales Produkt, um von einem Zinsanstieg zu profitieren“.
Die Laufzeit beträgt sechs Jahre. Im ersten Jahr beträgt der Kupon 3%, danach liegt der Kupon zwischen 3 und 6,5% pro Jahr, abhängig davon, wo der 6-Monats- Euribor steht. Am 14. 12. 2015 wird der Herbst Floater zu 100% des Nominale zurückbezahlt. Der Erstemissionskurs liegt bei 101,3%. Die Stückelung entspricht 1000 Euro, das Mindestvolumen 3000 Euro.
Wie bereits erwähnt, richtet sich der Kupon nach der Höhe des 6-Monats- Euribor. Als Negativ-Beispiel gilt jenes Szenario, in welchem der Zinssatz auf über 6,5% steigt. In diesem Fall erhalten Anleger dennoch „nur“ den Maximalkupon von 6,5%. Eine Zinshöhe im Bereich knapp unterhalb des Maximalkupons wird hingegen als „positiv“ bewertet.
8. Fondsanleihen
Die UniCredit hat fünf Fondsanleihen auf diverse Investmentfonds nominiert (ISIN DE000HV5AY01-04).
„Mit den neuen Anleihen hat der Anleger vielversprechende Renditechancen“, sagt Frank Weingarts, Experte für Wertpapier- Anlagelösungen der UniCredit Group. „In jedem Fall sind ihm überdurchschnittlich hohe Kupons sicher. Und sollte der Anleger Fondsanteile geliefert bekommen, wandelt sich das Investment einer Anleihe in ein Fondsinvestment um.“
Den Fondsanleihen liegen verschiedene Investmentfonds zugrunde. Deren jeweiliger, festgelegter Basispreis bildet die Grundlage für die Rückzahlung des Kapitals am Laufzeitende. Liegt der jeweilige Nettoinventarwert des Fonds am 11. November 2010 auf oder über dem Basispreis, erhalten Anleger den Nominalbetrag plus den entsprechenden Kupon zurückbezahlt. Schliesst er unter dem Basispreis, erfolgt die Rückzahlung durch die Lieferung von Fondsanteilen des jeweiligen Basiswerts (Baring Hong Kong China Fund, Allianz RCM Rohstofffonds, BlackRock World Energy Fund, BlackRock World Mining Fund, DWS Russia Fonds).









