Banker gehören zu den unbeliebtesten Berufsbildern der Deutschen, berichtet die Welt Online. In der Krise habe sich das einst so seriöse Ansehen der Banker geändert, sie werden als Krisenverursacher gesehen. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) meinen mehr als die Hälfte der Befragten, dass das Vertrauen in Banken wegen der Finanzkrise zurückgegangen ist. Der BdB sieht sich daher gezwungen zu Handeln und hat Leitlinien zur Wiedergewinnung des Anlegervertrauens erstellt. Hauptsächlich findet sich unter den vermeintlich neuen Leitlinien jedoch Altbekanntes wie :"Ob ein bestimmtes Anlageinstrument für den einzelnen Kunden geeignet ist, wird im Rahmen des Beratungsgesprächs individuell geprüft."
Zwei interessante Neuerungen gebe es allerdings bei den Leitlinien. So soll sich die Kundenzufriedenheit auf das Gehalt der Bankangestellten auswirken. Details zur genauen Erfassung der Zufriedenheit sind allerdings noch ausständig, angedacht wurden Bewertungsbögen sowie Rückschlüsse aus der Dauer des Vertrauensverhältnisses. Weiters soll zukünftig bei der Anlageberatung nicht nur mit Verkaufsprospekten sondern mit zusätzlichen Produktinformationen gearbeitet werden. Diese sollen zeigen, wie genau die Fonds und Zertifikate funktionieren und Chancen und Risiken deutlich machen. Der Kunde soll auch sein Beratungsprofil schriftlich ausgehändigt bekommen, wo neben Anlagezielen, finanziellen Verhältnissen und Risikobereitschaft auch weitere Eigenschaften aufgelistet werden sollen. „Wir rechnen damit, dass sich unsere Vorgaben zu einem Standard entwickeln," zeigt sich BdB Vorstand Manfred Weber zuversichtlich. (kasp)


