Aaron Smith, Geschäftsführer beim Anbieter alternativer Anlagen Superfund in Singapur geht davon aus, dass der Goldpreis innerhalb von drei Jahren bei 2.000 Dollar steht.
“In den kommenden Jahren, nach dem Deflationszyklus, werden wir massive Inflation erleben. Bald wird man für eine Tasse Kaffee 20 oder 30 Dollar bezahlen, weil der Dollar nichts mehr wert sein wird”, so Smith weiter im Interview am Mittwoch. Es ist bereits das dritte Mal im laufenden Jahr, dass Smith eine optimistische Goldprognose abgibt: Im Mai und im Oktober hatte er sich ähnlich geäußert.
Mit seiner Einschätzung reiht sich Smith ein in den Chor jener, die einen Anstieg beim Goldpreis prognostizieren. Am 22. Oktober sagte Shayne McGuire, beim Pensionsfonds der Lehrer im US-Bundesstaat Texas für die Analsye verantwortlicher Manager, US-Pensionsfonds würden ihre Gold-Positionen aufstocken und das Edelmetall verstärkt als finanzielle Absicherung nutzen. Damit werde sich der Goldpreis weiter erhöhen, sagte McGuire ohne eine konkrete Zahl zu nennen.
Auch der in Singapur ansässige Rohstoffinvestor Jim Rogers sagte in einem Interview am 7. Oktober, ein Goldpreis über 2.000 Dollar je Unze auf Sicht der kommenden zehn Jahre sei möglich.
Neben der Inflation ist für die Gold-Haussiers die Dollar- Schwäche ein weiteres Argument. “Wenn der Dollar zusammenbricht, werden alle Papierwährungen absacken. Andernfalls sind ihre Währungen zu stark, was ihre Volkswirtschaften schwächt”, stellt Smith in Aussicht. Er sieht auch excellente Kaufglegenheiten für Silber.
Der Goldpreis hatte am 14. Oktober bei 1.070,80 Dollar ein Rekordhoch markiert. Am Mittwoch kostete die Unze Gold 1.037,60 Dollar - ein Anstieg um 18 Prozent seit Jahresanfang. Der Dollar-Index, der den Wert des Greenback gegenüber sechs Währungen abbildet, hat im gleichen Zeitraum über sechs Prozent nachgegeben.
Der von Superfund gemanagte Green Gold A Fund hat im laufenden Jahr nicht vom Goldanstieg profitiert und 15,6 Prozent an Wert verloren. Smith, der seit 2002 bei Superfund arbeitet, macht dafür die gestiegene Volatilität verantwortlich. Seit 2005 hat der Fonds den Wert mehr als verdoppelt.
Das 1995 in Wien gegründete Unternehmen verwaltet Vermögen über 1,6 Mrd. Dollar und ist auf sogenannte Managed-Futures Investments spezialisiert und investiert in Terminkontrakte auf Aktien, Anleihen, Devisen und Rohstoffe.
( Bloomberg )






