Die Notenbanken sehen "mit Skepsis", dass die Banken außerhalb ihres traditionellen Bereichs von Krediten und Sparen wieder gleich agieren wie vor der Wirtschaftskrise. "Das Verhalten der Banken hat sich nicht geändert", sagte OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny am Freitag bei der Gewinnmesse in Wien auf entsprechende Fragen. "Auf Einsicht zu hoffen ist Illusion" ergänzte er. Dafür sei eine starke Regulierung nötig.
Die Notenbanken hätten es geschafft, den Zusammenbruch der Geldmärkte in der Krise aufzufangen und die Wirtschaft zu stabilisieren. Allerdings gebe es noch ein Problem, "die Kreditvergabe in Gang zu bringen".
Der Druck der internationalen Gemeinschaft auf das heimische Bankgeheimnis komme aus dem Wunsch, Steuerschlupflöcher zu schließen und die Umgehung von Regulierung zu verhindern. Österreich habe daher versucht, "die Tradition der Österreicher zu erhalten" und zugleich nicht international "Außenseiter" zu werden. Für Inländer ändere sich durch die Anpassung des Bankgeheimnisses nichts, erinnerte er.
Das heimische Bankenpaket sei ein großer Erfolg, unter anderem weil es so rasch geschnürt wurde. Nowotny geht davon aus, dass am Ende der Staat bei keiner Bank einsteigen wird, sondern alle staatlichen Mittel vorher bedient und zurückgezahlt werden. In den USA oder der Schweiz seien die Bankenpakete bereits ein gutes Geschäft für die Regierungen geworden, in Österreich werde es das auch werden. Weiterführen solle man das Bankenpaket auch dann, wenn es im Moment nicht abgerufen wird, weil es als "Sicherheitsnetz" diene. (APA)






