Aktienfonds werden im vierten Quartal 2009 eine Rückkehr in die Portfolios vieler Investoren erleben, meint Schroders und verweist dabei auf eine Studie über die Investmenttrends von heuer und nächstem Jahr. Die wichtigsten Anlagekriterien sind für 95 Prozent der Befragten derzeit Vertrauen und Kapitalerhalt. Auch Stabilität und Liquidität werden mit 92 und 78 Prozent häufig als Kriterien für eine Geldanlage genannt. Der Ertrag und die Marke des Anlagehauses sind dagegen nur zweitrangig, berichtet Schroders.
Im vierten Quartal dieses Jahres wollen 36 Prozent der Anleger wieder verstärkt in Aktien investieren. Nur zwölf Prozent beabsichtigen hingegen, vor allem Rentenfonds zu kaufen. Defensive Geldmarktprodukte stehen nur noch bei acht Prozent der professionellen Investoren ganz oben auf der Kaufliste. Somit kehren sich die Verhältnisse des dritten Quartals 2009 um, in dem Rentenfonds bei 45 Prozent und Geldmarktfonds bei 36 Prozent der Kunden noch als bevorzugte Geldanlage galten. Aktienfonds wurden in diesem Zeitraum nur von 16 Prozent der professionellen Anleger gekauft, berichtet Schroders.
„Verglichen mit der Zeit vor der Finanzkrise, als 55 Prozent der Kunden bei der Geldanlage Aktienfonds, 18 Prozent Rentenfonds und 17 Prozent Geldmarktfonds bevorzugten, sind die Anleger noch immer relativ zurückhaltend gegenüber Aktien,“ erklärt Achim Küssner von Schroder Investment Management GmbH. „Doch der Risikoappetit nimmt langsam zu.“
63 Prozent der professionellen Anleger haben die Aktienmärkte der Emerging Markets und Asien in den nächsten zwei Jahren auf der Kaufliste ganz oben. Auch Europa ist für 42 Prozent der Anleger eine attraktive Anlageregion und sie planen dort stark zu investieren. Stark nachgelassen hat hingegen das Interesse an den USA, die nur noch von 16 Prozent der Investoren als künftiges Anlageziel genannt werden.
Alternative Anlagen sind auch in Zukunft ein wichtiges Thema. So planen 88 Prozent der Befragten in den kommenden Monaten in Rohstofffonds zu investieren. Anleger schrecken aufgrund von Risikoaversion, der globalen Rezession sowie Informationsdefiziten vor Investmentfonds zurück, ergibt die Studie. Auch sinkende Kurse werden in diesem Zusammenhang häufig genannt. Hohe Kosten werden von rund einem Drittel der Befragten als Grund, nicht zu investieren, angeführt. (kasp)


