Die indische Regierung hat den reichsten Mann des Landes für seine Entscheidung gelobt, sein Gehalt um zwei Drittel kürzen zu lassen. Mukesh Ambani, Chef des indischen Reliance-Konzerns, habe eine "bemerkenswerte Sensibilität" für die derzeit in Indien herrschende Stimmung bewiesen, sagte Unternehmensminister Salman Khurshid am Samstag laut Nachrichtenagentur Press Trust of India. Was Ambani getan habe, sei "lobenswert".
Zuvor hatte Khurshid indische Unternehmen dazu aufgerufen, ihren Managern keine "geschmacklos" hohen Gehälter zu zahlen. Die Regierung fährt angesichts eines wachsenden Budgetdefizits einen strikten Sparkurs. So müssen Regierungsmitglieder inzwischen in der Touristenklasse fliegen.
Ambani, laut dem US-Magazin "Forbes" mit einem Vermögen von 19,5 Milliarden Dollar (13,11 Mrd. Euro) der siebentreichste Mensch der Welt, erhält nun jährlich von seinem Unternehmen 150 Millionen Rupien (2,17 Mio. Euro) ausgezahlt, vorher waren es 440 Millionen Rupien. Reliance erklärte, Ambani wolle mit seinem Schritt ein "persönliches Beispiel für Mäßigung" abgeben. Reliance ist das größte Privatunternehmen Indiens, es ist in der Ölindustrie ebenso tätig wie im Einzelhandel. (APA)









