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01.02.2013
 
Japan möchte seine Währung möglichst niedrig halten - das ermöglicht Anlagechancen

Die japanische Landeswährung schwächelt heute erneut und setzt damit ihren Tiefflug ungebremst fort. Der Yen gab zum Euro um ein Prozent auf 125,76 Einheiten nach. Damit wurde der tiefste Stand seit April 2010 erreicht.

Hintergrund der heutigen Verluste sind Spekulationen, der neue Ministerpräsident Shinzo Abe stehe vor der Ernennung eines neuen Präsidenten für die Bank of Japan. Dieser soll dann auf Wunsch Abes Maßnahmen ergreifen, um die Inflation in Gang zu setzen.
Dass dem offiziellen Japan die aktuelle FX-Entwicklung noch nicht weit genug gegangen ist, zeigte nun der Wirtschaftsberater des japanischen Premiers: Der Yen verfügt noch über weiteres Abwertungspotenzial, erklärte Heizo Takenaka auf der Jahreskonferenz des WEF in Davos. Als ideales Niveau bezeichnete Takenaka einen Wechselkurs zum US-Dollar im Verhältnis von 1:95 - 92 sind es jetzt. Takenakas Wunsch könnte durchaus aufgehen - sind doch die Daten von der japanischen Konjunkturfront keinesfalls so, dass bereits Entwarnung gegeben werden könnte: Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe etwa blieb im Jänner weiter unter der wichtigen Marke von 50 Zählern, oberhalb derer Wachstum angezeigt wird. Der Indikator stieg saisonal bereinigt auf 47,7 Punkte. Im Dezember lag der Index nur bei 45,0 Punkten - der tiefste Stand seit April 2009. Und das Handelsbilanzdefizit des Inselstaates ist im Vorjahr auf den Rekordwert von umgerechnet 58,4 Milliarden Euro gestiegen. Das war eine Steigerung von 170 Prozent gegenüber 2011. Hintergrund für diese Situation waren steigende Treibstoffimporte und der Streit mit Handelspartner China. Auch sonstige Daten überzeugen nicht wirklich - die Arbeitslosenrate ist im Steigen und die privaten Haushalte sind bei ihren Ausgaben noch zurückhaltender geworden - das waren jeweils Dezember-Daten.

All das unterstreicht für die politisch Verantwortlichen die Notwendigkeit weiterer geldpolitischer Maßnahmen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums - wobei auch Inflation in Kauf genommen werden würde. Was wiederum den Yen weiter schwächen und dafür die Exporte stärken sollte/könnte.

Zeitlich unbegrenzt dabei sind Sie bei ­diesem Spiel mit einem Turbo-Zertifikat auf Euro/Yen, wie es etwa die Commerzbank im Angebot hat. Dieses - ISIN DE000CZ4LE88 - ermöglicht Anleger überproportional vom weiteren Anstieg der Gemeinschaftswährung gegen den Yen zu profitieren. Bei der Deutschen Bank heißt das Wave Unlimited Call - und ist unter DE000DB8W0E4 zu haben, eigentlich ein Knock-out ohne Stop Loss-Limit.

(gill)


 
 

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