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Niederländische Anleihen gelten Anlegern als sicherer Hafen   Facebook be



21.01.2013
 

Die Niederlande erfreuen sich der zweitniedrigsten Finanzierungskosten unter den Euro-Ländern. Als eines von nur vier verbliebenen Ländern mit erstklassiger Bonitätsnote ist das Land bei den Bondanlegern vor allem als sicherer Hafen gefragt - der schwache wirtschaftliche Ausblick fällt kaum ins Gewicht.

“Die niederländischen Staatsanleihen haben sich fast von den wirtschaftliche Entwicklungen des Landes abgekoppelt”, sagt Sandor Steverink, Vermögensverwalter bei Delta Lloyd Asset Management in Amsterdam. “Die Niederlande gehören zu der kleinen verbliebenen Zahl der mit “AAA” benoteten Staaten. Viele Investoren schauen gar nicht mehr auf die Rendite, sie haben nur das Risiko im Blick”, fügte er an.

Im vergangenen Jahr ist die Rendite der zehnjährigen niederländischen Staatsanleihen um 53 Basispunkte auf 1,71 Prozent gesunken. Nur Deutschland hat mit 1,58 Prozent niedrigere Finanzierungskosten, um für zehn Jahre Geld zu beschaffen. Die zehnjährige Finnland-Rendite liegt bei 1,71 Prozent. Der Renditeaufschlag zehnjähriger Niederlande-Anleihen gegenüber Bundesanleihen hat sich von 87 Basispunkten im Februar 2009 auf nur noch zwölf Basispunkte am 16. Januar 2013 verringert.

Nach Angaben von Steverink sind Zentralbanken, europäische Banken und Unternehmen die größten Käufer der niederländischen Staatspapiere. Die niederländische Schuldenverwaltung hatte in ihrer ersten Emission in diesem Jahr am 8. Januar Papiere mit Fälligkeit 2016 im Volumen von 3,2 Mrd. Euro am Markt untergebracht.

“Ich nehme eine Veränderung im Typ der Käufer kurzfristiger Staatspapiere wahr”, sagte Arjan de Ruiter, Händler bei der ING Groep NV in Amsterdam, einem der Primärhändler niederländischer Staatsanleihen. “Die Zentralbanken weltweit nehmen nun einen größeren Teil ab als früher”.

Die niederländische Volkswirtschaft, die fünftgrößte in der Eurozone, ist 2012 um ein Prozent geschrumpft. Das schätzt die staatliche Planungsbehörde CPB. Die Staatsverschuldung lag bei 65,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und damit niedriger als die deutsche.

In diesem Jahr wird das niederländische Haushaltsdefizit nach CPB-Angaben auf 3,3 Prozent sinken, nach 3,8 Prozent im vergangenen Jahr. Im September hatte die CPB noch ein Defizit vor nur 2,7 Prozent für 2012 vorausgesagt. Die zulässige Obergrenze in der Europäischen Union liegt bei 3,0 Prozent. Die Regierung von Ministerpräsident Mark Rutte hat sich zu einem Sparpaket im Umfang von rund 16 Mrd. Euro in den nächsten vier Jahren verpflichtet, um das Defizit unter 3,0 Prozent zu drücken.

Nach Ansicht von Herbert Vroon, Vermögensverwalter bei Optimix Vermogensbeheer NV in Amsterdam, sind die Niederlande nach wie vor einer der besten Schuldner der Welt. “Ich sehe mir die Entwicklung der Zinsen in Europa und weltweit an”, sagt er. “Die Position der Niederlande ist nicht so schlecht - sie haben rund 1000 Mrd. Euro an Vermögen in ihren Pensionsfonds. Dieses Geld wird erst bei der Auszahlung versteuert. Damit hat der Staat künftige Steuereinnahmen von mindestens 300 Mrd. Euro”, erläutert er.

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat den Ausblick für die erstklassige Kreditwürdigkeit der Niederlande am 14. Januar bei “negativ” belassen, während sie den Ausblick für Luxemburg und Finnland auf “neutral” anhob. Zur Begründung verwies S&P darauf, dass das Szenario für das makroökonomische Umfeld negativer werden könnte, mit möglichem Druck auf den niederländischen Finanzsektor und die breitere Volkswirtschaft.

Doch Rating-Herunterstufungen ziehen nicht immer höhere Finanzierungskosten nach sich. Das erlebte Frankreich, als es 2012 seine erstklassige Bonitätsnote von S&P und Moody’s Investors Service verlor: Die Rendite der zehnjährigen französischen Staatsanleihen ist in dem Jahr dennoch um mehr als 100 Basispunkte gesunken.

Nach von Bloomberg im Juni zusammengestellten Daten bewegt sich bei Ratingveränderungen die Rendite von Staatsanleihen in der Hälfte der Fälle in die jeweils umgekehrte Richtung. Basis für die Untersuchung waren 314 Hochstufungen, Herabstufungen und Ausblickveränderungen in der Zeit seit 1974.
“Eine Ratingherabstufung hatte in Frankreich und in den USA nur eine begrenzte Wirkung”, sagt Vroon. “Die Niederlande bleiben eines der stärksten Länder in der Eurozone.”

bloomberg


 
 

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