Die polnische Zentralbank will die Prägung der beiden Münzen mit dem niedrigsten Wert beenden. Die Herstellung der Geldstücke von ein und zwei Grosz (0,24 und 0,48 Euro-Cent) sei zu teuer, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Bank. Es koste jährlich 40 Millionen Zloty (9,71 Millionen Euro), sie zu prägen. Das seien 40 Prozent der Herstellungskosten sämtlicher Münzen.
Die etwa sieben Milliarden bereits vorhandenen Ein- und Zwei-Grosz-Stücke sollen den Angaben zufolge im Umlauf bleiben. Trotzdem empfiehlt die Zentralbank, bei Barzahlung Preise auf fünf Grosz zu runden. Große Handelsunternehmen sind gegen die Pläne, da sie Nachteile fürchten, wenn sie nicht mehr mit 99-Grosz-Preisen werben können.
Ministerpräsident Donald Tusk sagte vor Journalisten, er habe keine Meinung zu dem Vorhaben der Bank. Ihm sei lediglich wichtig, dass die Preise nicht systematisch aufgerundet würden. Bevor die Münzprägung eingestellt werden kann, muss ein entsprechendes Gesetz vom Parlament angenommen und von Präsident Bronislaw Komorowski unterzeichnet werden. In den vergangenen Jahren haben laut polnischer Zentralbank zahlreiche Länder die Herstellung kleiner Münzen eingeschränkt, darunter Tschechien, Ungarn, Russland, Schweden, Dänemark und Israel. In Finnland ist die kleinste Euro-Centmünze jene mit dem Wert von 5 Cent.
(APA/AFP)






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