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Energiesupermacht USA als Absatzmarkt für Austro-Technologien   Facebook be



21.12.2012
 
POWER-GEN 2012: Energiemarkt im Wandel

Die weltgrößte Plattform für Trends und Innovationen im Bereich Energieerzeugung – die „POWER-GEN International 2012“ mit Nuclear Power und Renewable Energy World North America Conference & Expo - fand mit 1.300 Ausstellern und 21.000 Fachbesuchern aus über 90 Ländern Anfang Dezember in Orlando (USA) statt – es war die größte POWER-GEN International bisher. Heimische Aussteller wie Andritz, Böhler Bleche, Fronius, Kral und Kraus & Naimer teilten den Optimismus des Messeparketts und erwarten noch bessere Verkaufszahlen für 2013. So startet auch Glaunach Vent Silencers mit seinen Schalldämpfern für Ventile ein Comeback am attraktiven US-Energiemarkt. „POWER-GEN International ist ideal für Networking, Trendanalyse und um Innovationen zu platzieren. Schlüssel für den Erfolg am US-Markt sind Strategie, ausreichende Ressourcen und Präsenz vor Ort“, betont Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in Los Angeles. „Die amerikanische Cleantech-Branche erhofft sich durch die Wiederwahl von US-Präsident Barak Obama eine Fortsetzung der Klimaschutzgesetzgebung und Clean Energy Projekte, die im Vordergrund der ersten Amtsperiode standen, was allerdings angesichts von Budgetdefizit, neuen Öl- und Gasvorkommen und einem von Republikanern kontrollierten Kongress schwieriger umzusetzen sein wird.“

In den Vereinigten Staaten werden Kohlekraftwerke verstärkt im Fokus der Umweltbehörden stehen und der Anteil von Kohle als Energieträger soll bis 2035 auf 32% zurückgehen. Der Anteil erneuerbarer Energien soll indes weiter zunehmen. Nuklearenergie wird geringfügig auf 18% sinken - die zwei heuer genehmigten AKW sind nach einem Moratorium von mehr als drei Jahrzehnten eher als symbolischer Beitrag zur Diversifizierung zu sehen, wie überhaupt Diversifizierung für Energieanbieter der Schlüssel ist. Kleine modulare Reaktorblöcke könnten in 5 - 10 Jahren zur Flexibilisierung des Energiesystems beitragen. Prägnant ist das starke Wachstum des Naturgassektors. Der Wechsel von Kohle zu Naturgas geht mit einer signifikanten Reduktion der Treibhausgase einher. Herausforderungen für Energieanbieter sind rückläufiges Wachstum beim Energieverbrauch - infolge effizienterer Geräte, höherer Baustandards, "Green" als Mainstream -, und zunehmender Blackouts wie z.B. beim Sturm 'Sandy'. Disruptiv sind im Energiesektor der Konsumentenwunsch nach Echtzeitinformationen über ihren Stromverbrauch, intelligente Energiesysteme ('smart grid') und Speichertechnologien. Photovoltaik wird eine sonnige Zukunft eingeräumt.

Die USA sind zum weltgrößten Gasproduzenten aufgestiegen. Auslöser dieses US-Energiebooms sind riesige Vorkommen an Schiefergas und -öl und die innovative Bohrtechnologie 'Fracking', die allerdings durch intensive Verwendung von Wasser und Chemikalien in Zukunft zunehmend im Fokus von Umweltschützern geraten könnte. Bis 2017 wollen die USA Saudi Arabien als größten Ölproduzenten ablösen und bis 2030 Öl-Nettoexporteur werden. Derzeit stammen nur mehr 20% der Erdölimporte aus dem Persischen Golf. Der Energiebedarf wird zu 77% aus eigenen Quellen gedeckt. Die Preise für Naturgas in USA werden auch in Zukunft erheblich billiger als in Europa sein. „Der weltgrößte Energiekonsument ist das US-Verteidigungsministerium und dementsprechend interessant als Kunde auch für heimische Cleantech-Unternehmen“, so Thaler. 70% der Energieausgaben der Bundesbehörden entfallen auf das Militär. Präsident Obama sieht in seinem Budgetvorschlag vermehrte Ausgaben des Pentagon für Cleantech und Energieeffizienz vor.


 
 

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