Wenn Montenegros Wirtschaft in den nächsten Jahren nicht stärker wächst als zuletzt, könnten die Staatsschulden des kleinen Adriastaates untragbar werden. Davor warnt der Ökonom und Balkanexperte Vladimir Gligorov vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) laut einem Bericht des Internetportals "Analitika" am Freitag.
Montenegros Staatsschulden belaufen sich auf rund 1,7 Mrd. Euro, bzw. 52 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Mit der bereits geplanten weiteren Verschuldung des Staates in Höhe von 250 Mio. Euro wird die Verschuldung des Landes auf 60 Prozent des BIP steigen.
Die Regierung in Podgorica rechnet für das Jahr 2013 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent, was Gligorov allerdings für "optimistisch" hält. Laut Weltbankprognose dürfte der BIP-Zuwachs im kommenden Jahr nur bei 0,8 Prozent liegen.
Die größte Herausforderung für die Regierung von Premier Milo Djukanovic werden nach Ansicht Gligorovs die tief verschuldeten Unternehmen sein, allen voran der Aluminiumproduzent KAP. Sollte KAP in Konkurs gehen, würden Kreditgarantien der Regierung in Höhe von 100 Mio. Euro fällig werden.
(APA)






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