Marc Faber hat für den US-Ökonomen und Nobelpreisträger, der Europa gerne gute Ratschläge erteilen zu müssen meint, einen guten Tip parat: Er solle nach Nordkorea auswandern, um dort seine planwirtschaftlichen Vorschläge in die Tat umzusetzen. Laut Meinung Krugmans und seinen keynesianischen Konsorten sind die Staatsdefizite viel zu klein. Dabei ist eines der Probleme der Krise, dass sie erst durch die Staatsinterventionen durch fiskal- und geldpolitische Maßnahmen verursacht wurde. „Und nun wollen uns die weismachen, dass nicht genug interveniert wurde“, ärgert sich Faber. „Wenn das wirklich ihre Meinung ist, dann sollen sie doch nach Nordkorea auswandern, wo ein kommunistisches Regime in jeden Aspekt der Wirtschaft interveniert!“
Blasen, Bailouts und ein außer Kraft gesetzter Kapitalismus
In der ersten Hälfte des 50 minütigen Videos (http://www.zerohedge.com/ ) beschreibt Marc Faber, wie es zu den Investmentblasen seit den 80er Jahren kam, und wie bei den meisten Krisen das Bankensystem durch geldpolitische Maßnahmen gerettet wurde. Durch das zunehmende Leveraging im Laufe der Zeit wurden die Geschäfte immer riskanter und auch an der Wall Street nahm der Risikoappetit zu, da anstatt der früher vorherrschenden Investmentgesellschaften mit persönlicher Haftung der Eigentümer immer mehr Aktiengesellschaften tätig wurden, deren Management bei Gewinnen ihrer Bank aus Spekulationsgeschäften über ihre Aktienoptionen das große Geld machten, hingegen bei Verlusten oder Bankrotten letztlich nichts verloren als die Optionen, die sie nicht bezahlt hatten, sondern zusätzlich zu ihren ohnehin schon (zu) hohen Gehältern bekamen.
Unternehmen und Banken müssen in Konkurs gehen können, denn werden sie ständig vom Staat aufgefangen, ist dies schlecht für die Wirtschaftsentwicklung und entspricht einer sozialistischen Wirtschaftsordnung. Quantitatives Easing ist problematisch, weil das Geld bei der Mittelschicht nicht ankommt, sondern gewisse Gruppen und Institutionen bevorzugt werden.
Die offiziellen Inflationsraten hält Faber für Schwindel, er schätzt für einen US-Haushalt 5 bis 8% pro Jahr an steigenden Kosten.
Aktuell sieht Faber neben der großen Blase bei den US-Treasuries (und Staatsanleihen anderer Länder) eine Blasenbildung auf dem canadischen und australischen Häusermarkt.
China – Wachstum ohne Rezessionen ist naiv
Was China betrifft, sei es naiv anzunehmen, es gebe dort keine Rezessionen während der langfristigen Aufwärtsentwicklung. Beachten solle man jedenfalls den großen Einfluss der chinesischen Wirtschaft auf die Rohstoffpreise. Derzeit ist die chinesische Wirtschaft schwach.
Gold akkumulieren
Was Gold betrifft: Es wird nicht jedes Jahr steigen, aber im Gegensatz zu Papiergeld hat es Bestand, Papiergeld wird letztlich immer wertlos. Daher rate ich den Leuten, statt Geld lieber Gold zu halten und Gold zu akkumulieren, aber nicht, dass sie mit Gold spekulieren sollen.
(cr)






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