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Weltwirtschaft 2013: Motor stottert, aber läuft   Facebook be



30.11.2012
 

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, die Prognosen für 2013 häufen sich. Was die Experten in den vergangenen Tagen so zur Weltwirtschaft im kommenden Jahr meinen, klingt grösstenteils ähnlich.

Die Deutsche Bank geht in ihrem jüngsten Konjunkturausblick von einer verhaltenen Erholung der Weltwirtschaft aus. Voraussetzung dafür ist allerdings die Entschärfung der europäischen Staatsschuldenkrise und die Vermeidung der US-Fiskalklippe. Die Dynamik der Erholung werde jedoch in den Industrieländern durch den strengen Sparkurs gebremst. Das weltweite Wirtschaftswachstum soll bei 3,1 Prozent liegen und fällt damit nur unwesentlich höher aus als 2012. Grund dafür ist das schwache Winterhalbjahr 2012/13. Unter den Industrieländern wird im kommenden Jahr laut DB Research die Wirtschaft in den USA mit 1,9 Prozent wachsen, während die europäische Wirtschaft um 0,2 Prozent schrumpft.

Die US-Wirtschaft wird auch von Währungsstrategen von der RBS bis zur UBS als die treibende Kraft innerhalb der Industrieländer gesehen. Sie erwarten daher im kommenden Jahr für den US-Dollar eine festere Entwicklung zu wichtigen Weltwährungen wie dem Euro und dem Yen. Eine weitaus optimistischere Einschätzung kommt vom leitenden Devisenanalyst Peter Frank von der BBVA in London im Gespräch mit Bloomberg:. “Wir stehen in den USA vor einer sehr starken Wachstumsperiode. Die Wachstumsraten werden auf nahezu allen Gebieten über jenen in der Eurozone liegen.”

An den Kapitalmärkten prognostizieren die DB-Analysten 2013 stabilere politische Rahmenbedingungen und in der Folge sinkende Risikoprämien sowie eine realistischere Bewertung der wirtschaftlichen Fundamentaldaten. Dr. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Geschäftskunden der Deutschen Bank, empfiehlt deshalb Privatanlegern: „Anleger sollten mit einem erweiterten Anlageuniversum auf das entspanntere Umfeld reagieren und ihr Portfolio im neuen Jahr breiter aufstellen.“ Dazu sollten Anleihen, bevorzugt aus Schwellenländern, ein Drittel Aktienanteil, vorwiegend aus den USA, Europa und Asien, sowie Edel- und Industriemetalle gehören.

Die Chefvolkswirtin der Hessischen Landesbank Gertrud Traud hält Aktien 2013 für die geeignete Anlage, zumal die Schuldenkrise in der Eurozone nicht mehr in die Suppe spuckt.:"Alles, was in der Welt passiert, ist angeblich ausgelöst durch die Eurokrise. Der Konjunkturzyklus wird aber nicht von der Eurozone gemacht, sondern von den Schwellenländern". Und hier stünden die Zeichen nach einer immer weiter gelockerten Geld- und Fiskalpolitik auf Wachstum. Angeführt von China und Brasilien, zeichne sich für 2013 ein "klassischer Aufschwung" ab.

Mahnende Worte kommen dagegen von der OECD. Die Organisation hat erst kürzlich ihre Wachstumsprognosen für die USA und die Eurozone gesenkt und warnte vor einer “grösseren” globalen Rezession. “Zusätzliche Massnahmen zur Lockerung sind in der Eurozone, in Japan und in einigen Schwellenländern, darunter China und Indien, erforderlich”, heisst es im halbjährlichen Wirtschaftsausblick.

(cg)


 
 

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