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Japan

Die Kernschmelze in der japanischen Elektronikindustrie hält an   Facebook be



17.11.2012
 
Weitere Rekordverluste plagen die Branche



Der Niedergang der japanischen Elektronikindustrie scheint nicht zu stoppen zu sein (http://www.foonds.com/ ). Panasonic, die bereits im Vorjahr einen Rekordverlust von 10 Mrd. UDS erzielt hat, wird im laufenden Jahr einen weiteren Verlust in dieser Größenordnung einfahren. Nun soll das Produktportfolio überprüft werden, geplant ist eine Fokussierung auf Haushaltsgeräte und Akkus (vor drei Jahren übernahm Panasonic den führenden Akkuerzeuger Sanyo, der unter einer zuvor aufgeflogenen Bilanzfälschungsserie in Probleme geschlittert war). Massive Verluste beschert Panasonic das Fernseher-Geschäft.
Wenig Glück mit den Fernsehern und LCD-Paneelen hat auch Sharp. Zusätzlich zu den Problemen mit den verfallenden Preisen bei Solarpaneelen (Sharp war weltweit einer der größten Hersteller) hat nun die LCD-Sparte das Unternehmen an den Rand des Ruins getrieben. Der Verlust beläuft sich auf über 5 Mrd. USD, selbst unternehmensintern wird bereits die Fortführbarkeit des Unternehmens angezweifelt. Sharp ist der größte LCD-Hersteller in Japan. Verhandelt wird nun u.a. über einen Einstieg von Intel und Qualcomm.
Nicht so schlimm sieht es heuer bei Sony aus, aber ein nachhaltiges Erreichen der Gewinnzone stellt sich seit Jahren als unbewältigbare Herausforderung dar. Im letzten Geschäftsjahr fuhr Sony einen Rekordverlust von über 5 Mrd. USD ein.
Auch Toshibas Consumer Electronics Sparte fährt Verluste ein, die jedoch durch andere Bereiche (Kraftwerksbau etc.) kompensiert werden.

Trends verschlafen, hoher Yen und Koreaner

Man kann sich nun fragen, wieso ausgerechnet einstige Weltmarktführer heute ums Überleben kämpfen. Ein zentraler Punkt dabei ist, dass neu Trends verschlafen wurden, so ging die iPad, Touchscreen- und Smartphone-Ära an den Japanern weitgehend unbemerkt vorüber. Die Gewinne streichen nun amerikanische Unternehmen (Apple.... ) und die Koreaner (Samsung.... ) ein. Dazu kommt, dass aus rational nicht erklärbaren Gründen der Yen nach wie vor viel zu hoch steht, was die Exporte belastet, und zuletzt japanische Produkte auch noch in China wegen des Streits um eine Insel massiv boykottiert werden.

Im Jahr 2009 soll Samsung einen doppelt so hohen Gewinn wie die 9 größten japanischen Consumer Electronics Hersteller erzielt haben. 2011 erlitten Sony, Pansonic und Sharp zusammen einen Verlust von 20 Mrd. USD, während Samsung 15 Mrd. USD Gewinn einfuhr.
Um Mehrgleisigkeiten zu vermindern, legten etliche japanische Unternehmer ihre Sparten zusammen, so wurde etwa heuer von Sony, Toshiba und Hitachi die Japan Display gegründet, um die LCD-Aktivitäten zu bündeln. Kenwood und JVC haben bereits 2008fusioniert und treiben die Integration ihrer Bereiche voran.
Bei Olympus ist das Ärgste überstanden, zudem ist Sony mit 11% der größte Aktionär geworden. Allerdings scheinen die Konsequenzen aus dem Bilanzfälschungsskandal nur halbherzig gezogen zu werden und vieles wurde unter den Tisch gekehrt. Dies stellt generell ein enormes Problem bei japanischen Unternehmen dar, wo Kadavergehorsam immer noch als Tugend zählt.

(cr)

http://www.foonds.com/


 
 

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17.09.2014
Wolfgang
Matejka

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