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Goldminen

Goldproduzenten vor Herausforderungen   Facebook be



16.11.2012
 

Der Nyse Arca Gold Bugs Index (besser bekannt unter HUI) - ein in US-Dollar gehandelter Aktienindex von internationalen hauptsächlich Gold fördernden Bergbauunternehmen - hat sich 2012 mit einem Minus von 16,31 Prozent bis dato enttäuschend entwickelt. Enttäuschend ist vor allem seine Underperformance gegenüber dem Goldpreis, der im laufenden Jahr bisher wenigstens einen Anstieg von rund sieben Prozent verbuchen konnte.

Da gab es schon bessere Zeiten für Goldminenaktien, in denen sich der immer wieder zitierte Hebel auf den Goldpreis auch tatsächlich zeigte: In den ersten Jahren des Goldbullenmarktes zwischen 2001 und 2006 kletterte der Goldpreis um 92 Prozent, der HUI Minenindex aber um 648 Prozent oder um das Siebenfache, auch in der Kalkulation von 2001 bis heute steigen die Minenaktien mit einem Anstieg um 936 Prozent gegenüber 537 Prozent beim Gold besser aus. Seit der Finanzkrise 2008/09 konnte man allerdings mit Minenwerten keine Outperformance mehr generieren (HUI + 39% versus Goldpreis + 232%).

Ein Grund für dieses Phänomen könnte innerhalb der Goldminenindustrie zu finden sein. Der Branche geht es insgesamt nicht gut, wofür die letzten schwachen Quartalszahlen des weltgrössten Goldproduzenten Barrick Gold symptomatisch sind. Gold ist ein endlicher Rohstoff und es wird offensichtlich immer schwieriger und teurer ihn zu fördern. So konnte es passieren, dass der Gewinn des weltweit operierenden Unternehmens im dritten Quartal um 55 Prozent auf 618 Mio. US-Dollar geschrumpft ist, wobei mit 1,78 Mio. Unzen um acht Prozent weniger gefördert wurde - das aber mit um 31 Prozent höheren (592 US-Dollar pro Unze) Durchschnittskosten. CEO Jamie Sokalsky machte auch daraus kein Hehl, dass die Herausforderungen in Zukunft nicht geringer werden: „Es wird für uns immer schwieriger, neue abbaubare Goldvorkommen zu finden - trotz einer rekordverdächtigen Investitionssumme von ca. acht Mrd. Dollar für Explorationen im letzten Jahr. Zuletzt wurden lediglich drei grosse Goldvorkommen entdeckt und keines von diesen umfasst mehr als 20 Millionen Unzen. 1991 dagegen wurden noch 11 Vorkommen dieser Grössenordnung gefunden.“

Und es kommt noch schlimmer. In ihrer im Sommer beendeten Studie ziehen die Analysten der Metals Economics Group den Schluss, dass trotz immenser Anstrengungen von Produzenten und Explorern in den vergangenen Jahren die Rate neuer Goldfunde deutlich hinter der Ausbeutung der bestehenden Ressourcen zurückbleibt: „Bedeutende Goldfunde, von mindestens 2 Mio. Unzen, konnten in den letzten 14 Jahren nur rund 56% des in dieser Zeit schätzungsweise abgebauten Goldes ersetzen.“ Und das auch nur, wenn sich diese neuen Funde als wirtschaftlich abbaubar erweisen. Das Resümee des Berichts ist ernst: Lage, Politik, Investitions- und Betriebskosten sowie die Marktbedingungen werden unausweichlich dazu führen, dass die Menge an Ressourcen, die die Produktion erreichen, weiter sinken wird. Und selbst wenn es folglich zu steigenden Goldpreisen kommt, die schwierigen Bedingungen für die Minenindustrie bleiben bestehen.

(cg)


 
 

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24.07.2014
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