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"Offensichtlich haben es insbesondere die Politiker in der Hand, wie es mit der Weltwirtschaft weitergeht. Und das ist nie gut"   Facebook be



15.11.2012
 

Kommentar von Robert Spector, Portfolio Manager bei MFS

Die grösste Herausforderung für die Weltwirtschaft seit der Finanzkrise ist es, trotz des Schulden- und Risikoabbaus weiter zu wachsen. Das wichtigste Wachstumshemmnis ist noch immer die neue Sparsamkeit der Privathaushalte wie zum Beispiel in den USA, Grossbritannien und Spanien. Doch seit einiger Zeit kommt die Konsolidierung der Staatsfinanzen hinzu - ein in allen Industrieländern wichtiges Thema.

Noch nie war es einfach, ein Gleichgewicht zwischen Haushaltskonsolidierung und Wachstum zu finden. Meist wurde versucht, die Folgen der Sparpolitik mit einer extrem expansiven Geldpolitik abzufedern. Leitzinsen nahe null Prozent und unkonventionelle geldpolitische Massnahmen wie Quantitative Easing haben die Konjunktur gestützt, weil sie Anfang 2009 eine Deflation verhindert und für die Erholung risikobehafteter Wertpapiere (z.B. Aktien) sowie für extrem niedrige Staatsanleihen-Renditen gesorgt haben.

Die unkonventionellen geldpolitischen Massnahmen haben aber nicht zu einem selbsttragenden Aufschwung mit einem Wachstum über dem Potenzialwachstum geführt. Nach wie vor wächst die US-Wirtschaft nur um etwa zwei Prozent jährlich. Europa befindet sich in der Rezession und in den grossen Schwellenländern hat das Wachstum nachgelassen. Ausserdem: Den neuen Untersuchungen des Internationalen Währungsfonds zufolge haben die geldpolitischen Entscheider und Prognostiker viel zu niedrige Multiplikatoren unterstellt, als sie die Auswirkungen der staatlichen Konsolidierungspolitik abgeschätzt haben. Mit anderen Worten: Die Sparmassnahmen dämpfen das Wachstum wesentlich stärker, als die Volkswirte geglaubt haben. Die Geldpolitik muss deshalb noch sehr viel mehr leisten, um ein Gegengewicht zu schaffen. Das ist auch der Grund, weshalb die Sparmassnahmen etwa in Spanien und Griechenland das Wachstum so stark gebremst haben und die Defizite noch mehr gestiegen sind.

Alles in allem hat sich die Weltwirtschaft in den letzten drei Jahren bestenfalls schwach erholt. Gelegentliche kurze Aufschwungphasen gingen schnell zu Ende, als neue Sparmassnahmen ihren Tribut forderten.

Doch möglicherweise steht uns jetzt eine Wende zum Besseren bevor. Es gibt Anzeichen für eine Stabilisierung der Weltkonjunktur und sogar einzelne punktuelle Fortschritte. Das amerikanische Wirtschaftswachstum legt zu, der Wohnimmobilienmarkt erholt sich allmählich und die Konsumausgaben waren zuletzt überraschend hoch. Enttäuschend waren hingegen die Unternehmensinvestitionen. Aufgrund der Unsicherheiten durch die drohende Fiskalische Klippe (fiscal cliff) in den USA zögern die Unternehmen zu investieren. Dies wiederum bedeutet, dass sich Nachfrage aufstaut, die dann zu erhöhten Investitionen führen wird, falls die Klippe ohne allzu grosse Auswirkungen auf das Wachstum überwunden werden kann. Fortschritte gab es auch in China. Zwar ist bei chinesischen Statistiken stets Vorsicht geboten, doch bestätigen die Exporte Taiwans, Singapurs und Südkoreas die Erholung. Unterdessen bleibt Europa in der Rezession. Doch es gibt Anzeichen dafür, dass die Konjunktur nicht noch weiter nachlässt. So gehen die Anleiherenditen der Peripherieländer zurück und einige Frühindikatoren stabilisieren sich.

Allerdings dürften die Konjunkturschwankungen noch einige Zeit anhalten. Die Geldpolitik wird das Wachstum weiter stützen. Jedoch dürfte das neuerliche Quantitative Easing nur wenig bewirken. Welche Auswirkungen genau die Fiskalische Klippe haben wird, wissen wir noch lange nicht. Die Europäische Zentralbank hat vielleicht für einen Zeitgewinn gesorgt, aber die Bankenunion und der unvermeidliche Hilfsantrag Spaniens wurden erneut vertagt. Der Machtwechsel in China wird zu mehr wirtschaftlicher Unsicherheit führen. Offensichtlich haben es insbesondere die Politiker in der Hand, wie es mit der Weltwirtschaft weitergeht. Und das ist nie gut.


 
 

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