BElogs foonds
 
 Last 24h: 5 

Twitter

 
Infofolder:
Christian Drastil
Klick öffnet die Präsentation

B2B Termine

Wien, 14:48, 1.11.2014

foonds.com
Styria Börse Express GmbH
1090 Wien, Bergg. 7/7
Tel: +431 - 2365313-0
redaktion AT foonds.com
komplettes Impressum

Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:

boerse-express.com
be24.at
Die Presse
ichkoche.at
Kleine Zeitung
typischich.at
willhaben
WirtschaftsBlatt

Kommentar

"Offensichtlich haben es insbesondere die Politiker in der Hand, wie es mit der Weltwirtschaft weitergeht. Und das ist nie gut"   Facebook be



15.11.2012
 

Kommentar von Robert Spector, Portfolio Manager bei MFS

Die grösste Herausforderung für die Weltwirtschaft seit der Finanzkrise ist es, trotz des Schulden- und Risikoabbaus weiter zu wachsen. Das wichtigste Wachstumshemmnis ist noch immer die neue Sparsamkeit der Privathaushalte wie zum Beispiel in den USA, Grossbritannien und Spanien. Doch seit einiger Zeit kommt die Konsolidierung der Staatsfinanzen hinzu - ein in allen Industrieländern wichtiges Thema.

Noch nie war es einfach, ein Gleichgewicht zwischen Haushaltskonsolidierung und Wachstum zu finden. Meist wurde versucht, die Folgen der Sparpolitik mit einer extrem expansiven Geldpolitik abzufedern. Leitzinsen nahe null Prozent und unkonventionelle geldpolitische Massnahmen wie Quantitative Easing haben die Konjunktur gestützt, weil sie Anfang 2009 eine Deflation verhindert und für die Erholung risikobehafteter Wertpapiere (z.B. Aktien) sowie für extrem niedrige Staatsanleihen-Renditen gesorgt haben.

Die unkonventionellen geldpolitischen Massnahmen haben aber nicht zu einem selbsttragenden Aufschwung mit einem Wachstum über dem Potenzialwachstum geführt. Nach wie vor wächst die US-Wirtschaft nur um etwa zwei Prozent jährlich. Europa befindet sich in der Rezession und in den grossen Schwellenländern hat das Wachstum nachgelassen. Ausserdem: Den neuen Untersuchungen des Internationalen Währungsfonds zufolge haben die geldpolitischen Entscheider und Prognostiker viel zu niedrige Multiplikatoren unterstellt, als sie die Auswirkungen der staatlichen Konsolidierungspolitik abgeschätzt haben. Mit anderen Worten: Die Sparmassnahmen dämpfen das Wachstum wesentlich stärker, als die Volkswirte geglaubt haben. Die Geldpolitik muss deshalb noch sehr viel mehr leisten, um ein Gegengewicht zu schaffen. Das ist auch der Grund, weshalb die Sparmassnahmen etwa in Spanien und Griechenland das Wachstum so stark gebremst haben und die Defizite noch mehr gestiegen sind.

Alles in allem hat sich die Weltwirtschaft in den letzten drei Jahren bestenfalls schwach erholt. Gelegentliche kurze Aufschwungphasen gingen schnell zu Ende, als neue Sparmassnahmen ihren Tribut forderten.

Doch möglicherweise steht uns jetzt eine Wende zum Besseren bevor. Es gibt Anzeichen für eine Stabilisierung der Weltkonjunktur und sogar einzelne punktuelle Fortschritte. Das amerikanische Wirtschaftswachstum legt zu, der Wohnimmobilienmarkt erholt sich allmählich und die Konsumausgaben waren zuletzt überraschend hoch. Enttäuschend waren hingegen die Unternehmensinvestitionen. Aufgrund der Unsicherheiten durch die drohende Fiskalische Klippe (fiscal cliff) in den USA zögern die Unternehmen zu investieren. Dies wiederum bedeutet, dass sich Nachfrage aufstaut, die dann zu erhöhten Investitionen führen wird, falls die Klippe ohne allzu grosse Auswirkungen auf das Wachstum überwunden werden kann. Fortschritte gab es auch in China. Zwar ist bei chinesischen Statistiken stets Vorsicht geboten, doch bestätigen die Exporte Taiwans, Singapurs und Südkoreas die Erholung. Unterdessen bleibt Europa in der Rezession. Doch es gibt Anzeichen dafür, dass die Konjunktur nicht noch weiter nachlässt. So gehen die Anleiherenditen der Peripherieländer zurück und einige Frühindikatoren stabilisieren sich.

Allerdings dürften die Konjunkturschwankungen noch einige Zeit anhalten. Die Geldpolitik wird das Wachstum weiter stützen. Jedoch dürfte das neuerliche Quantitative Easing nur wenig bewirken. Welche Auswirkungen genau die Fiskalische Klippe haben wird, wissen wir noch lange nicht. Die Europäische Zentralbank hat vielleicht für einen Zeitgewinn gesorgt, aber die Bankenunion und der unvermeidliche Hilfsantrag Spaniens wurden erneut vertagt. Der Machtwechsel in China wird zu mehr wirtschaftlicher Unsicherheit führen. Offensichtlich haben es insbesondere die Politiker in der Hand, wie es mit der Weltwirtschaft weitergeht. Und das ist nie gut.


 
 

>> Diesen Artikel kommentieren
 
Artikel ausdrucken Artikel kommentieren


Weitere interessante Artikel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

31.10.2014
Monika
Rosen

Japan mit Kursfeuerwerk
29.10.2014
Wolfgang
Matejka

Die Uhr tickt wieder vorwärts
 
 
loading..

Archivsuche:


Fonds-Matrix
DNB     Vontobel    
Lacuna

 
Aktuelle Newsletter
be INVESTOR ... - foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 31. Oktober
 
Harald Fercher, 31.10.2014
Liebe Leser/Innen

Wir freuen uns Ihnen anbei wieder das blätterbare Onlinemagazin be INVESTOR präsentieren zu können. Hier:
http://bit.ly/1sQxBqI weiterlesen


Zertifikate Express
 
Michael Plos, 31.10.2014
Liebe LeserInnen! Willkommen bei der neuen Ausgabe des österreichischen Newsletters für Zertifikate und CFDs! Heute ist Halloween. Und damit endet der Oktober bzw. die Nominierungsfrist zum Zertifikat des Monats. Am Montag und Dienstag wer...
weiterlesen


Die Fugger lassen grüßen ... - foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 30. Oktober
 
Harald Fercher, 30.10.2014
Liebe Leser/Innen

Wer schneller an Informationen rankommt, kann schneller handeln. Das wusste schon die sagenumwobene Kaufmanssdynastie der Fugger, die sich europaweit ein Netzwerk von Agenten hielt. Seit damals scheint sich am Wesen de...
weiterlesen


Immo Express
 
Robert Gillinger, 30.10.2014
Liebe LeserInnen, anbei erhalten Sie die aktuelle Ausgabe Ihres Immobilien Express Viel Spaß beim Lesen wünscht, Robert Gillinger PS: Mit wenigen Klicks zu viel Information. Empfehlen Sie uns bitte weiter, unter http://www.boerse-expr...
weiterlesen


Venture Woche - sofasession-Interview, Konica Startup-Programm, Pioneers Festival, Alps Ventures, etc.
 
Christine Petzwinkler, 30.10.2014
Liebe VC-/PE-Community! Was es braucht, um ein Geschäft aufzubauen erzählt sofasession-CEO Helmut Herglotz im Interview. Er präsentiert demnächst beim Techevent "The Websummit" in Irland. Was er sich davon erwartet, schildert er ebenfalls. ...
weiterlesen


Erstmals Negativzinsen in Deutschland - foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 29. Oktober
 
Harald Fercher, 29.10.2014
Liebe Leser/Innen

Es ist soweit: Erstmals will eine deutsche Bank von ihren Kunden Neagtivzinsen für die Deponierung von täglich fälligem Geld einheben. Mehr dazu lesen Sie hier:
weiterlesen


Zins Express
 
Robert Gillinger, 29.10.2014
Sehr geehrte LeserInnen,

anbei erhalten Sie die aktuelle Ausgabe Ihres Zins Express. 
Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr
Robert Gillinger


PS: Mit wenigen Klicks zu vi...
weiterlesen