Einen Vorsteuergewinn von 1,1 Milliarden Euro und damit ein Zuwachs von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr: Solche Zahlen zum dritten Quartal können sich schon sehen lassen, die Nachfrage nach Aktien der Deutschen Bank war gestern nach Veröffentlichung der Zahlen auch entsprechend hoch. Das neue Führungsduo der Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, setzen auf einen radikalen Konzernumbau, wodurch bis 2015 jährliche Kosten von 4,5 Milliarden Euro eingespart werden sollen. Doch dafür müssen sie einmal vier Milliarden Euro in die Hand nehmen.
Beim Sportartikel-Konzern Adidas stellt nach wie vor Reebok eine Belastung dar. „Wir können nicht behaupten, dass wir hier bereits auf dem Pfad hin zu einem nachhaltigen weltweiten Erfolg sind“, sagte CEO Herbert Hainer im September auf einer Investorenkonferenz. Dennoch sei er überzeugt, dass Reebok das Potenzial habe, sich als die führende Fitnessmarke zu etablieren. Das könnte sich sogar schneller bewahrheiten als gedacht: „Wir rechnen für 2013 wieder mit spürbaren Wachstum“, so Marketing-Chef Mat O’Toole.
Harter Konkurrenzkampf und Absatzprobleme setzen dafür Daimler immer mehr zu und haben den Autobauer zur Korrektur seiner Ziele für 2012 gezwungen: Das EBIT soll dieses Jahr mit rund acht Milliarden Euro rund neun Prozent unter dem Vorjahr liegen. Das Sparprogramm „Fit for Leadership“ soll aber den Konzern wieder auf Wachstumskurs bringen.
Was diese drei Unternehmen gemein haben? Sie werden von Vontobel in eine Protect Multi Aktienanleihe (ISIN: DE000VT6MUF0) gebündelt. Diese Anleihe richtet sich an Anleger, die davon ausgehen, dass sich der Kurs aller Basiswerte bis zum Bewertungstag in einem Jahr zumindest so positiv entwickeln, dass zumindest die Barriere (50 Prozent des Basispreises) nicht unterschritten wird. Der Beobachtungszeitraum liegt zwischen dem 2. November 2012 und dem 1. November 2013 und erfolgt kontinuierlich. Ganz unabhängig von der Kursentwicklung wird eine Verzinsung in Höhe von 6,25 Prozent Jahr ausbezahlt, exakt sind es 62,67 Euro je Zertifikat.
Haben die Kurse im Beobachtungszeitraum die Barriere nicht berührt oder unterschritten, so wird der Nennbetrag ausbezahlt. Wird die Barriere von einem oder allen Werten hingegen unterschritten, liegt der Kurs am Ende der Laufzeit aber doch wieder oberhalb des Basispreises (also dem Schlusskurs vom 2. November 2012), dann wird ebenfalls die Nominale zurückgezahlt.
In dem wohl wahrscheinlicheren Fall, dass – falls die Barriere berührt wird – die Aufholjagd innerhalb des relativ kurzen Zeitraums nur schwer gelingen wird, der Basispreis also nicht mehr erreicht wird, so erhält der Anleger die durch das Bezugsverhältnis festgelegte Anzahl Aktien desjenigen Basiswerts mit der schlechtesten Wertentwicklung gegenüber dem Basiswert.
Das Bezugsverhältnis errechnet sich leicht, indem 1000 Euro (Nennbetrag des Zertifikats) durch den noch festzustellenden Basispreis dividiert wird.
Zeichnungsschluss ist am 2. November, Börseeinführung ist am 6. November, der Ausgabepreis liegt bei 100 Prozent.
(sl)





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