Die britische Großbank Barclays, die gerade dabei ist sich von iShares zu trennen, erwägt nach Berichten der Financial Times einen Verkauf der gesamten Vermögensverwaltungssparte. Dies sei das Resultat von Verhandlungen, die rund um den Verkauf des schnell wachsenden Index-Fondsanbieters iShares, einem Teilbereich von BGI, geführt wurden. Der Verkauf von Barclays Global Investors (BGI) könnte Barclays rund zwölf Milliarden US-Dollar an dringend benötigten Mitteln bringen. Bisher hat die Bank auf staatliche Hilfe verzichtet, obwohl die Kernkapitalquote mit derzeit rund 6,7 Prozent im internationalen Vergleich eher niedrig ist .
Barclays hatte signalisiert, dass man offen für derartige Angebote sei, als die Bank eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer Tochtergesellschaft iShares mit dem Private-Equity-Unternehmen CVC Capital Partners geschlossen hatte. Diese Vereinbarung erlaubt es Barclays, innerhalb einer Frist höhere Gebote als die von CVC offerierte Summe von 3 Mrd GBP zu akzeptieren. Diese Frist läuft noch bis zum 18. Juni. Mittlerweile hätten eine Reihe von Unternehmen, darunter auch Private-Equity-Firmen, Interesse an ishares als auch an Barclays Global Investors bekundet.
Schlägt BlackRock zu?
Neben der Bank of New York Mellon hat das US-Unternehmen BlackRock Inc. angeblich Interesse das komplette rund 1,5 Billionen Dollar schwere Asset Management zu übernehmen.
Sofern die Transaktion über die Bühne geht, wäre es die bisher größte Übernahme aller Zeiten in der Branche der Vermögensverwalter, wie die FT schreibt. Erhält BlackRock den Zuschlag, würde das Unternehmen zum Platzhirsch der institutionellen Vermögensverwalter weltweit avancieren. Das neue Unternehmen würde es dann auf rund 1,9 Billionen Euro an betreuten Geldern bringen und Konkurrenten wie die UBS und Allianz weit hinter sich lassen.






