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Sandy und die Wall Street   Facebook be



30.10.2012
 

Kommentar von Monika Rosen, Chefananalystin Bank Austria Private Banking

Der potenzielle Schaden des Wirbelsturms „Sandy“ ist vor allem deshalb so gross, weil er - anders als die meisten Hurricanes - nicht im Golf von Mexiko, sondern an der Ostküste, und noch dazu relativ weit nördlich, an Land geht und dort die Metropolen teilweise lahmlegt.

Das Finanzzentrum im Süden von Manhattan ist besonders gefährdet. Sollte Sandy dort massive Überflutungen anrichten, könnten wichtige Leitungen und Kabelstränge lahmgelegt werden. Zu den vom Sturm unmittelbar betroffenen Branchen gehören unter anderem die Versicherungen und die Ölbranche. Im Einzugsbereich von „Sandy“ gibt es noch fünf Raffinerien, auf die cirka acht Prozent der US-Raffineriekapazität entfällt.
Ein Ausfall könnte kurzfristig die Benzinpreise steigen lassen.

Bei der Höhe des versicherten Schadens, den Sandy anrichten könnte, gehen erste Schätzungen von einstelligen Milliardenbeträgen aus. Damit wäre er in etwa derselben Grössenordnung wie „Irene“ im Vorjahr.

Stark betroffen ist auch der Handel. Die meisten Einzelhändler haben zehn Prozent ihrer Filialen im Einzugsbereich von Sandy - hier können sich einige Schliessungstage sehr wohl auswirken. Andere Bereiche profitieren hingegen von einem Sturm, wie zum Beispiel Baumärkte oder Supermärkte. Dabei ist zu bemerken, dass ein Hurricane nicht nur im Vorfeld vermehrte Umsätze auslöst (Batterien, Generatoren, Wasser, Lebensmittel), sondern auch unmittelbar danach (Reinigungsmittel, um die Spuren des Sturms zu beseitigen).

Wenn „Sandy“ vorüber gezogen ist, stellt sich für den Handel die Frage, welche Auswirkungen der Sturm auf das heurige Weihnachtsgeschäft haben wird. Es mag durchaus Konsumenten geben, die aufgrund der vermehrten Aufwendungen im Zuge des Sturms ihr Weihnachtsbudget kürzen müssen.

Abgesehen vom Wirbelsturm, legen natürlich noch jede Menge Unternehmen ihre Quartalszahlen vor. Bisher liegen die Gewinne im S&P 500 im 3. Quartal um 1,2 Prozent unter dem Wert des Vergleichsquartals 2011. Das ist das erste negative Quartal in drei Jahren. Relativ viele Unternehmen enttäuschen bei den Umsätzen und geben einen eher verhaltenen Ausblick auf das laufende Quartal.

Den ganzen Kommentar finden Sie unter http://bit.ly/


 
 

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