Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat mit dem kasachischen Vizepremier Asset Issekeshev (Issekeschew) eine "Road Map" über die Prioritäten und Ziele der wirtschaftlichen Zusammenarbeit vereinbart. Das Abkommen enthalte 30 Projekte von österreichischen und kasachischen Unternehmen, die bis zum Jahr 2015 umgesetzt werden sollen. Im Falle der Umsetzung aller Projekte bedeute dies ein Auftragsvolumen von 500 Mio. Euro, berichtet der "Kurier".
Laut einer Aussendung des Wirtschaftsministeriums sollen heute 19 Projekte mit einem Volumen von 180 Mio. Euro fixiert werden. "Wir wollen den bisher stark rohstoff-dominierten Handel langfristig auf eine höhere Ebene heben und verstärkt mit neuen Technologien und Innovationen punkten", so Mitterlehner gegenüber der APA.
In Kasachstan seien derzeit mehr als 50 Unternehmen tätig - allen voran die OMV und die Bank Austria (ATF Bank). Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Österreich und Kasachstan erreichte im Vorjahr 1,6 Mrd. Euro, wobei die österreichischen Ausfuhren laut Wirtschaftskammer bei knapp 196 Mio. Euro lagen, die Einfuhren - hauptsächlich Erdöl - bei 1,4 Mrd. Euro.
Teil der vereinbarten "Road Map" ist laut Ministerium auch eine engere Zusammenarbeit zwischen den zwei Volkswirtschaften. Dazu zählten die Treffen der Gemischten Kommission für Wirtschafts- und Handelsfragen sowie die Organisation von Marktsondierungsreisen, die im Rahmen der österreichischen Internationalisierungsoffensive umgesetzt werden. Die Offensive wird vom Ministerium jährlich mit 20 Mio. Euro unterstützt. Das bisherige Investitionsvolumen der österreichischen Unternehmen in Kasachstan bezifferte das Wirtschaftsministerium bis 2011 mit insgesamt 656 Mio. Euro.
(APA)






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