Zum bereits zwölften Mal lud der steirische Asset Manager Security KAG Vertreter von Versicherungen, Pensionskassen und Banken zum intensiven Erfahrungsaustausch und fachlich hochstehender Diskussion über Wege zu wirtschaftlicher Stabilität bei der Veranlagung institutioneller Gelder. Gerade auch die wirtschaftspolitische Herausforderung und die Stabilisierung eines gemeinsamen Europas waren thematische Klammer der Gespräche.
Verantwortungsvoller Umgang mit institutionellen Geldern von Versicherungen und Pensionskassen ist letztlich eine der wichtigsten Aufgabe in einem funktionierenden volkswirtschaftlichen System. Nicht die grossen Schadensfälle bringen etwa Versicherungen in finanzielle Schieflage, sondern ausschliesslich Fehler in der Veranlagung. Gerade krisenhafte Situationen auf den europäischen Finanzmärkten lassen zunehmend die Verantwortung erkennen, welche letztlich im Asset Management wahrgenommen werden muss. Zudem sind in diesem Umfeld zunehmend Ideenschmieden entstanden, welche interessante Ansätze für so manche wirtschaftpolitische Frage entwickelt haben.
Die Teilnehmer der 12. Kongresses -"Versicherung für Versicherungen"- waren auch diesmal Vorstände, Aktuare, Fondsmanager und Finanzmathematiker aller namhaften Versicherungen Österreichs sowie ausgewählter Banken und Pensionskassen.
Der Vorstand der Grazer Wechselseitigen Versicherung Günther Puchtler hielt in seinem Eingangsstatement fest, was verantwortungsvoller Umgang mit Geldern, welche Sicherheit für die Zukunft bringen müssen, bedeutet: "Es ist gerade heute sichtbar, dass es bei seriöser Veranlagung kein ständiges Schielen nach hoher Performance geben darf, sondern Risiko minimierendes Denken und Handeln gefragt ist! Das ist stets erfolgreich und nachhaltig."
Der Vizepräsident des europäischen Parlaments Othmar Karas berichtete in seinem Beitrag von letzten Entwicklungen in den Bereichen MIFID und Basel III, betonte dabei die absolute Notwendigkeit von Wahrung der Rechtssicherheit beim Weg aus der Krise. Weiters bekannte sich Karas zur Bedeutung einer funktionierenden Altersvorsorge für das Friedensprojekt Europa, und dazu, dass man sich gerade nach dem Erhalt des Friedensnobelpreises den Herausforderungen der Zukunft besonders motiviert zu stellen habe.
Karas abschliessend: "Ich weiss um den Wert, den die Expertise der Versicherungsbranche in diesen Fragen hat und ich garantiere, dass ich auf diese Expertise innerhalb der notwendigen europäischen Weiterentwicklung zurückgreifen werde und bitte sie deshalb um Ihren Beitrag und Ihre Unterstützung für Europas Stabilität!"
Wifo-Chef Karl Aiginger stellte sich der Frage zur Zukunft Europas mit drei möglichen Weggabelungen in der nächsten Zukunft: Zurück zu Kerneuropa? Soll Europa dem US-Modell folgen? Soll Europa ein eigenes Modell entwickeln? Nach eingehender Analyse der Fragen und der jeweiligen Antworten endete Aiginger mit einem klaren Bekenntnis zum europäischen We und mit der Forderung an die Konferenzteilnehmer für dieses Projekt einzustehen. "Ich sehe Österreich durchaus als Wirtschaftsmotor des Euroraumes", so Aiginger. Wirtschaftpolitische Schrebergartenmentalität erklärt er für absolut überholt und auch er fordert von der Politik verstärkt auch mit Experten aus der Versicherungs- und Veranlagungsbranche zu diskutieren.
Martin Mikulik, Vorstand der Security KAG machte klar, dass die Branche stets bereit sein werde, die Politik mit Ideen und Innovationen zu unterstützen. "Schwere Zeiten bringen auch Erkenntnisse und neue Sichtweisen", so Mikulik, der festhielt, dass die folgenschweren Fehler in der Veranlagung immer in guten Zeiten gemacht werden, die Krise sei nur die Zeit der Erkenntnis. "Wer jetzt grosse Probleme hat, hat in Wahrheit schon viel früher einen falschen Weg eingeschlagen."
Eine der oftmals geforderten Innovationen konnte sein Vorstandskollege Peter Ladreiter in Form der, im Vorjahr bei der Konferenz diskutierten, und mittlerweile als Produkt existenten "Vitaldynamikpension" vorstellen. "Diese Pensionsvorsorge ist als Versicherungsprodukt konzipiert und versucht die optimale Asset-Gestionierung über den Lebenszyklus darzustellen. Diese Modell ist letztlich unser Vorschlag für eine Idealform der privaten Altersvorsorge", so Ladreiter. Ladreiter betonte auch, dass echte Risikominimierung niemals Nullrisiko bedeuten dürfe. "Wer bei voller Schüssel verhungert, weil er Angst vor vergiftetem Essen hat, ist auch gestorben", erklärt er dazu pointiert. Er verwies weiters auf speziell entwickelte finanzmathematische Strategien, die sich langfristig, empirische Phänomene zu Nutze machen und etwa dafür gesorgt haben, dass der Security KAG Fonds, Apollo 32, der das Rückgrat der PZV Produkte von 10 österreichischen Versicherern darst ellt im entscheidenden Moment die Kraft hatte, nicht ausgestoppt werden zu müssen.
Auch Security KAG Vorstand, Dieter Rom bestätigte als Hauptverantwortlicher für die Asset Allocation der Konzernmutter , Grazer Wechselseitige Versicherung, das Credo von Vorredner Puchtler: Wir suchen stets möglichst sichere Märkte und niemals möglichst ertragreiche. Wer Risiko langfristig minimiert wird belohnt", so Rom. Weiters bezog er in seinem Vortrag ausführlich Stellung zur wirtschaftspolitischen Entwicklung der EU-Mitgliedsländer. Er hielt dabei fest, dass er Europa wirtschaftlich auf einem guten Weg sehe, um gleichzeitig auf die Verantwortung gegenüber den Menschen hinzuweisen, welche auf diesem Weg sozial abgedrängt wurden. Die Europäische Gemeinschaft dürfe hier nicht wegschauen, so Rom. Arbeitslosigkeit und Verelendung muss gesamteuropäisch bekämpft werden. Staatliches Geld dafür sei immer gut investiertes Geld.






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