In dieser Woche geriet das Thema Inflation wieder in die Schlagzeilen. Im September erreichte die heimische Teuerung einen Wert von 2,7 Prozent (im Vergleich zum September des Vorjahres), das ist der höchste Anstieg seit acht Monaten. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex für Österreich weist gar einen Wert von 2,8 Prozent auf. Jener der EU einen von 2,7 Prozent.
Inflationstreiber waren einmal mehr Lebensmittel und Energie (z. B. Treibstoff). Gleichzeitig sind Politiker und Notenbanker um Beschwichtigung bemüht. So meinte OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny auf der Gewinn Messe, dass in Europa und speziell in Österreich mit einer Inflationsgefahr nicht zu rechnen sei.
Kommt die Inflation?
Wer jedoch davon überzeugt ist, dass die Inflation sich in absehbarer Zeit auf bis zu 5 Prozent erhöhen könnte, für den dürfte ein Blick auf die Inflationsanleihe von Morgan Stanley interessant sein.
Die Laufzeit beträgt fünf Jahre, wobei im ersten Laufzeitjahr ein Fixkupon von 2,5 Prozent pro Jahr ausbezahlt wird. In den vier darauf folgenden Jahren orientiert sich die Kuponzahlung „in Abhängigkeit der Entwicklung der Inflationsrate in der Eurzone im Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“, wie es in der Produktinformation heisst. Dabei gibt es einen Floor bei 0 Prozent (eine negative Verzinsung gibt es also auch in einem deflationären Umfeld nicht) und einen Cap bei 5 Prozent pro Jahr (an Steigerungen über diesen Wert nehmen Anleger nicht mehr Teil).
Als Basiswert dient der harmonisierte Verbraucherpreisindex exklusive Tabak für die Eurozone (CPFTFEMU bei Bloomberg). Am Laufzeitende wird der volle Nominalbetrag zurückbezahlt. Anleger tragen das Emittentenrisiko.
Schwieriger Ausgleich
In Zeiten niedrigster Zinsen ist es zur echten Herausforderung geworden der Inflation entgegenzuwirken bzw. diese überzukompensieren; selbst oder gerade mit Inflationszertifikaten, die die Inflation 1:1 abbilden. Denn von allfälligen Kupons (in Höhe der Inflation) sind Steuern abzuziehen. Hinzu kommen weitere Kosten, wie Depotgebühren oder der Ausgabeaufschlag. Anleger sollten also eher nach Anlagen suchen, die die Inflation gehebelt abdecken, oder aber Produkte suchen, die von den Preistreibern, wie Rohstoffen, profitieren.
Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 2. November 2012, der anfängliche Verkaufspreis beträgt 101 Euro (inkl. Ausgabeaufschlag in Höhe von 1 Prozent). Die ISIN lautet DE000MS0KJH8. Das Listing erfolgt in Frankfurt (Prozentnotiz auf Scoach Premium) und Stuttgart (EUWAX).






DNB
Vontobel
weiterlesen