Nachdem sich die amerikanische Notenbank Fed jüngst zu aussergewöhnlich niedrigen Zinsen bis 2015 bekannt hat, werden sich Rentenanleger in den nächsten Monaten auf einige Veränderungen einstellen müssen. „Investoren müssen noch einfallsreicher werden, wenn sie ihre Ertragsvorgaben erreichen wollen. Dabei müssen höhere Rentenerträge gegen die Risiken abgewogen werden“, sagt Klaus Dahmann, Head of Sales für Deutschland und Österreich bei Legg Mason.
Die Rendite ist dabei nur die eine Seite der Medaille. Denn während manche Anleger die Erträge abzapfen, um ihre Ausgaben zu bedienen, reinvestieren andere Anleger diese wiederum mit Blick auf die Aufzinsung der Gesamterträge. „Schaut man sich die Erträge von Hochzinsanleihen und Unternehmensanleihen in den vergangenen drei Jahren an, so ähneln diese doch eher kumulierten Erträgen, die man noch vor einigen Jahren mit Investments in Aktien erwirtschaftet hätte“, erläutert Klaus Dahmann.
Mittelfristig lagen die Erträge in Hochzinsanleihen bei 48 Prozent, und das trotz der hohen Schwankungen vor rund einem Jahr. Anleihen mit Investment Grade-Status erzielten über drei Jahre einen respektablen Ertrag von 26 Prozent. In beiden Fällen spielt die positive Kursentwicklung eine enorme Rolle. Denn die Renditen sind zurückgegangen, obwohl das Vertrauen in die Wirtschaft langsam angestiegen ist. Doch derzeit sind die Renditen von Unternehmensanleihen deutlich geringer und es ist unwahrscheinlich, dass man damit in den kommenden drei Jahren ähnlich hohe Gewinne wie in den vergangenen drei Jahren erzielen kann.
Doch trotz dieses Rückgangs sind die Renditen bei Unternehmensanleihen immer noch höher als bei Staatsanleihen. Das liegt daran, dass der Unternehmenssektor von einer expansiven Politik der amerikanischen Notenbank, starken Bilanzen und weitestgehend positiven Gewinn- und Verlustrechnungen profitiert. „Die Ertragschancen mit Unternehmensanleihen variieren selbstverständlich von Sektor zur Sektor und von Anleihe zu Anleihe. Daher sollten Anleger auf einen Manager mit einem fundamentalen Value-orientierten, aktiven Ansatz vertrauen“, kommentiert Klaus Dahmann.






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