Moody’s hat die Bonität Spaniens im Segment Anlagequalität belassen. Die Ratingagentur liess die Bonität auf Baa3 und versah diese mit negativem Ausblick.
Zur Begründung verwies Fitch auf das verringerte Risiko, dass Spanien der Zugang zu den Märkten verwehrt sein könnte, angesichts der Bereitschaft der Europäischen Zentralbank, spanische Anleihen zu kaufen. Moody’s hatte mit der Prüfung der Bonität des Landes auf eine mögliche weitere Herabstufung im Juni begonnen und diese nun abgeschlossen.
Standard & Poor’s stuft Spanien mit BBB- ein, ebenfalls mit negativem Ausblick. Beide Ratingagenturen benoten Spaniens Anleihen damit eine Stufe über Ramschniveau. Fitch Ratings bewertet Spaniens Bonität mit BBB, zwei Stufen über Ramsch.
Spanien ist damit dem Schicksal entgangen, das Zypern, Portugal, Irland und Griechenland ereilt hat, die alle von einer der drei grossen Ratingagenturen auf Ramschniveau abgestuft worden sind. Die Bereitschaft der EZB, spanische Bonds am Sekundärmarkt zu kaufen, sei ein “wichtiger Schritt” für Spanien, weiter Zugang zu den Kreditmärkten zu haben, sagte die Moody’s-Analystin Kathrin Mühlbronner in London. Sie erwarte, dass Spanien vorsorglich Finanzhilfe vom ESM beantragt, fügte Mühlbronner hinzu. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hat es bislang vermieden, bei EZB und EU um Käufe spanischer Anleihen zu ersuchen. Seine Stellvertreterin Soraya Saenz de Santamaria sagte am 11. Oktober, Spanien wolle den Konsens der europäischen Regierungen und Klarheit in Bezug auf die an die Bondkäufe geknüpften Bedingungen abwarten.
Daten des spanischen Finanzministeriums zeigen, dass der Anteil ausländischer Gläubiger spanischer Papiere im August auf 34 Prozent gesunken ist. Im vergangenen Dezember lag ihr Anteil bei 50 Prozent.
(Bloomberg)






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