Die endgültige Umsetzung der „Unisex-Richtlinie“ und die Senkung des Garantiezinssatzes in der Lebensversicherung ab 21. Dezember 2012 für neu abgeschlossene Versicherungsverträge bringt wichtige Änderungen für Konsumenten: Für die Prämienberechnung wird das Geschlecht ab diesem Zeitpunkt keine Rolle mehr spielen – das hat Einfluss auf Tarife und Vertragsgestaltung, schreibt die s Versicherung in einer aktuellen Aussendung.
Grosse Veränderungen durch Unisex
Als durchaus herausfordernd bewertet Heinz Schuster, Vertriebsvorstand der s Versicherung, die Umsetzung der „Unisex“-Richtlinie. „Auch wenn es lange Zeit üblich und auch aus risiko- und finanzmathematischer Sicht einleuchtend war, das Geschlecht von Versicherungsnehmern in die Prämienkalkulation einfliessen zu lassen, heisst das offenbar nicht, dass sich solche Usancen nicht auch ändern können. Für unsere Produktpalette bedeutet das eine massive Umstellung, aber wir sind bereit, diesen Schritt gemeinsam mit unseren Kunden zu gehen und ihnen auch weiterhin eine moderne, ertragssichere Vorsorge anzubieten – unabhängig vom Geschlecht.“
So sieht das auch Manfred Rapf, Finanzvorstand der s Versicherung, der aber auch ergänzt: „Wir unterstützen den Gedanken der Gleichbehandlung, möchten jedoch gleichzeitig alle unsere Kunden davor bewahren, jetzt übereilt ihre Verträge zu kündigen und in der Hoffnung auf eventuell bessere Konditionen neu abzuschliessen. Meine persönliche Empfehlung an unsere Kunden lautet, möglichst bald mit ihrer Bankberaterin oder ihrem Bankberater in Kontakt zu treten, um gemeinsam die persönlich beste Vorsorgelösung zu finden.“
Nach Meinung der Versicherungsprofis wird der Wettbewerb am Markt dafür sorgen, dass es auch nach der Einführung der Unisex-Tarife attraktive Produktlösungen geben wird. Es bleibt die Hoffnung, dass die neuen Tarife noch mehr Menschen in Österreich zum Abschluss von Versicherungen veranlassen werden. Denn international gesehen ist die durchschnittliche Versicherungsdichte, also die Summe, die pro Kopf im Jahr für eine Versicherung ausgegeben wird, in Österreich in der Lebensversicherung mit rund 830 Euro eher niedrig. „Subjektiv haben wir alle zwar oft das Gefühl, dass wir ausreichend vorsorgen, Fakt ist jedoch, dass wir Österreicher uns immer noch zu sehr auf eine staatliche Unterstützung verlassen und die Eigenvorsorge vernachlässigen“, so Schuster.
Gleichzeitig mit dem Start der Unisex-Tarife wird auch die Garantieverzinsung in der Lebensversicherung von derzeit 2% auf 1,75% pro Jahr gesenkt, was sich zusätzlich auf die Gesamtbetrachtung auswirkt. Wer also noch heuer Vorsorgemassnahmen ergreifen will, sollte genau vergleichen, denn es wird ganz entscheidend sein, ob Frau/Mann besser vor oder nach dem 21. Dezember eine neue Versicherung unterzeichnet.
Konkrete Auswirkungen
„Frauen, die planen, eine Ablebens-Risikoversicherung abzuschliessen, sollten dies auf jeden Fall noch vor dem 21.12. tun und sich damit über die gesamte Vertragslaufzeit – je nach Alter und Lebensgewohnheiten – zwischen 20% und 40% Prämie sparen. Männer, die mit dem Gedanken spielen, eine private Pensionsvorsorge abzuschliessen, sollten dies ebenfalls vor dem Stichtag 21.12. tun, weil sie damit über 10% Prämie einsparen können“, so Schuster. Und weiter: „Wer jetzt seine Vorsorge optimal plant, sichert sich die günstigeren Konditionen für die gesamte Vertragslaufzeit und spart Geld.“
10% Vorsorge-Bonus
Als besonderen Anreiz zur Eigenvorsorge bietet die s Versicherung bis zum 31. Dezember 2012 für den Neuabschluss bestimmter Pensions-, Lebens- und Unfallversicherungen sowie einer Pflege- oder Bestattungsvorsorge 10% Vorsorge-Bonus auf die im Jahr 2012 fälligen, laufenden Versicherungsprämien. Der maximale Vorsorge-Bonus beträgt 250 Euro pro Person und wird als einmalige Gutschrift der Erstprämie angerechnet.






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