Derzeit liest man von relativ vielen Experten die Meinung, dass Gold- oder Silberminen-Aktien die lukrativere Anlagemöglichkeit als die Edelmetalle selbst seien. Dies vor allem, weil trotz der hohen Metallpreise die Minenaktien bis vor kurzem eine relativ schwache Performance erzielt hätten, sodass die Ertragsaussichten auf Basis der aktuellen und erwarteten hohen Metallpreise nicht mehr angemessen widergespiegelt würden. Ob man als Anleger nun auf diese Karte setzen will, oder lieber bei den Metallen selbst bleibt, muss wohl jeder für sich entscheiden. Zu oft sind auch solche Expertentips - aus welchen Gründen auch immer - nicht aufgegangen, und auch Minenaktien bleiben nun mal Aktien mit spezifischen Marktrisiken.
Der Fondsbetreiber Stabilitas etwa sieht die Trendumkehr bei Minenaktien nun eingeläutet (http://www.goldseiten.de/ ), Daniel Haase sieht den charttechnischen Ausbruch http://www.goldseitenblog.com/ und Marcel Torney weist speziell auf Silberminen hin, http://www.goldseiten.de/ , um nur einige Meinungen herauszugreifen.
Die Qual der Wahl bei Direktinvestments
Wenn man nun allerdings auf Minen setzen will, so dürfte man als Anleger vor der schwierigen Aufgabe stehen, unter den zahlreichen Minen einen guten Basket fürs Portfolio auszuwählen. Selbst für einen erfahrenen Aktienanleger, der aber nicht ein expliziter Minenkenner ist, ein schwieriges Unterfangen. Als Alternative bieten sich Gold- oder Silberminenfonds an. Ohne hier die Expertise der Fondsmanager in Frage stellen zu wollen, hat sich doch gezeigt, dass etliche Fonds eine eher enttäuschende Performance lieferten. Hier nun diejenigen Fonds zu finden, die wirklich die „guten“ Minen zur richtigen Zeit im Portfolio haben, ist ebenfalls zum Teil ein Glücksspiel. Im Nachhinein ist man natürlich immer klüger und kann sich über versäumte Fondshöhenflüge ärgern, steht man jedoch konkret vor der Anlageentscheidung, stellt sich die Frage, ob man mangels hellseherischer Fähigkeiten lieber nicht einfach auf ETFs setzen sollte, welche einige der wichtigsten Minenindizes nachbilden. Zumindest vermeidet man damit, einen kompletten Fehlgriff in Form eines unterperformenden aktiven Fonds zu tätigen und spart auch an Verwaltungsgebühren, die bei längerer Haltezeit ins Gewicht fallen.
Minen-ETFs
Die wichtigsten Anlegemöglichkeiten in Goldminenindizes sind bereits hier zusammengestellt: http://www.foonds.com/ . Aktualisierte Index-Zusammensetzungen findet man bei den Index- bzw. ETF-Providern.
Ergänzend dazu ist noch der GlobalX Silver Miners-ETF zu erwähnen (http://www.foonds.com/ ), der wohl die einzige Möglichkeit bietet, auf einfache Weise in ein Silberminenportfolio zu investieren. Der 2010 aufgelegte ETF notiert an der NYSE ARCA unter dem Kürzel: SIL (http://www.nyse.com/ ) und konnte zuletzt von dem allgemeinen Silberminenaufschwung profitieren, ohne allerdings auf Jahresbasis nennenswerte Gewinne erzielt zu haben (mehr Charts: http://www.google.com/ ).
Zu beachten ist, dass die meisten der genannten ETFs der US-Regulierung unterliegen und in Europa nicht zum Vertrieb zugelassen sind, allerdings vom Anleger bei vielen Banken wie börsennotierte Auslandsaktien gekauft werden können. Zu beachten sind zudem allfällige steuerliche Konsequenzen.
(cr)






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