Die Europäische Zentralbank (EZB) hat “keine Chance”, eine Ansteckung Italiens zu verhindern, sollten sich die Märkte nach Spanien auf das Land stürzen. Das erklärte Russell Silberston, der weltweite Chef für Zinsen bei Investec Asset Management (IAM).
“Für uns war Italien immer der Elefant im Eurozonen-Porzellanladen”, sagt Silberston, dessen Firma 95 Mrd. Dollar verwaltet. Ob sich die Märkte tatsächlich auf Italien stürzen, hinge “eher von der Politik” als von einer potenziellen Hilfsanfrage Spaniens ab.
Besonders nervös könnten die Märkte Silberston zufolge werden, wenn der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi oder die Partei “MoVimento 5 Stelle” des Komikers Beppe Grillo im Vorfeld der Wahlen im nächsten Jahr an Popularität gewinnen. Weitere Gefahren seien anhaltend schlechte Wirtschaftsdaten und Proteste gegen den Reformprozess.
Die EZB könnte die Krise nur in den Griff bekommen, wenn sie “den Markt überfluten und unbegrenzt Bonds kaufen” würde. Aufgrund der Struktur und des Mandats der Notenbank sei dies jedoch unwahrscheinlich.
(Bloomberg)






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