BElogs foonds
 
 Last 24h: 10 

Twitter

 
Infofolder:
BE
Klick öffnet die Präsentation

B2B Termine

Wien, 12:47, 23.5.2013

foonds.com
Styria Börse Express GmbH
1090 Wien, Bergg. 7/7
Tel: +431 - 2365313-0
redaktion AT foonds.com
komplettes Impressum

Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:

boerse-express.com
be24.at
Die Presse
ichkoche.at
Kleine Zeitung
typischich.at
willhaben
WirtschaftsBlatt

Rohstoffe

>> Bildquelle

'Das Unerwartete ist der Normalfall'   Facebook be



21.09.2012
 

Dieser Satz von Steffen Bukold, dem Chef des Hamburger Beratungs- und Informationsdienstes Energycomment, bezieht sich auf das derzeit brisante Verhältnis zwischen den Aussichten für die Weltwirtschaft und dem Ölpreis sowie auf den rasanten Preisverfall der vergangenen Tage.

Am Montagabend waren die Ölpreise aus bislang unbekannten Gründen um rund drei Dollar abgestürzt. Der im Börsenjargon sogenannte Flash Crash ereignete sich innerhalb weniger Minuten. Brent-Öl verbilligte sich um mehr als fünf Dollar auf 111,60 Dollar je Barrel. Ein Barrel der US-Sorte WTI rutschte zur selben Zeit auf unter 95 Dollar. Mittlerweile notieren die beiden Ölsorten um die 110 bzw. 93 Dollar.

Ähnlich wie beim Flash Crash von 2010 führten viele Händler den Ausverkauf auf ein Problem mit einem automatischen Computerhandelsprogramm zurück. Andere Beobachter wiesen dagegen darauf hin, dass die Kurse am Dienstag weiter sanken. "Wenn das ein Flash Crash ist, warum haben sich die Preise dann nicht erholt?", gab Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank der Nachrichtenagentur Dow Jones zu bedenken. Seiner Meinung nach habe der Ölmarkt möglicherweise nach monatelangem Anstieg eine Verschnaufpause benötigt.

Wie auch immer, in schwachen Wirtschaftsphasen wie derzeit sinkt erfahrungsgemäss der Ölverbrauch und die Gefahr eines Überangebots wächst. Unter diesem Aspekt könnte ein Bericht der Financial Times die Märkte in Bewegung gebracht haben. Demnach soll Saudi-Arabien Abnehmern in den USA, Europa und Asien zusätzliches Öl angeboten haben, um den Preis zu drücken. Ebenfalls am Mittwoch hatte sich Abdalla El-Badri, Generalsekretär der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC), wegen des hohen Ölpreises besorgt gezeigt. Die US-Regierung wollte sich nicht dazu äussern, ob ein gemeinsames Vorgehen mit den Saudis zur Dämpfung des Ölpreisanstiegs erörtert werde. Sie lobte nur das Bemühen Saudi-Arabiens, ein ausreichendes Angebot zu gewährleisten. In einer Pressemitteilung des Weissen Hauses hiess es, was den Ölpreis angehe, schliesse Präsident Obama keine mögliche Lösung aus, das gelte auch für eine Freigabe der strategischen Reserven.

Ob letzteres notwenig wird, scheint zumindest im Moment fragwürdig. Denn den USA steht das Öl bis zum Hals, wie die Daten zu den Lagerbeständen am Mittwoch gezeigt haben. Die Vorräte sind in der Vorwoche überraschend für die Analysten um 8,5 Mio. Barrel gestiegen, was ebenfalls die Angst vor einem Überangebot schürt. Wobei das Bild nicht eindeutig war, weil die Bestandszahlen noch immer von Hurrikan Isaac, der Anfang des Monats die Produktion am Golf vom Mexiko durcheinanderwirbelte, beeinflusst sind.

Wie schon öfter, ist auch die jetzige Konstellation heikel. Laut Bukold könnte schon ein leichtes Anziehen der Konjunktur die Ölpreise wieder nach oben katapultieren, ein Absturz der Weltwirtschaft aber neue Fördervorhaben überflüssig machen und längerfristig zur Energiekrise führen. (cg)


 
 

>> Diesen Artikel kommentieren
 
Artikel ausdrucken Artikel kommentieren


Weitere interessante Artikel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

23.05.2013
Monika
Rosen

In der Defensive
21.05.2013
Stefan
Gutbrunner

Die Wahrheit über den DAX
 
 
loading..

Archivsuche:


Fonds-Matrix
DNB     Vontobel

 
Aktuelle Newsletter
(Immo-warnend-er) Morning Espresso für Trader, 23.5.
 
23.05.2013
Liebe Leser! An den US-Börsen hat sich nach diversen Aussagen zur ultralockeren Geldpolitik der US- Notenbank am Mittwoch Ernüchterung breit gemacht. Der Dow Jones Industrial, der nach ersten Äußerungen von Fed-Chef Ben Bernanke bis auf 15.542,...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 22. Mai 2013
 
Harald Fercher, 22.05.2013
Werte Leserinnen und Leser, Der Euro steigt erstmals seit 2 Jahren über 1,26 Franken - Fremdwährungskreditnehmer können nach einem Tal der Tränen zumindest einmal kurz durchatmen. Die deutsche Degussa meldete einen Run auf "billiges Gold" nach ...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 21. Mai 2013
 
Stefan Gutbrunner, 21.05.2013
Werte Leserinnen und Leser, Die österreichische Bevölkerung weist das beste Geldanlage-Wissen in ganz Europa auf - zumindest nach eigener Einschätzung. 43 Prozent der Befragten bewerten das eigene Wissen zum Thema Geldanlage als mittelmäßig ode...
weiterlesen


Anleihen Express
 
Robert Gillinger, 21.05.2013
Liebe LeserInnen, USA, Japan, Großbritannien - die kommenden Tage werden für Notenbank-Beobachter spannend. Entweder steht eine Zinssitzung an, oder die letzte Zusammenkunft wird als Minutes kommentiert. Da die Japaner mittlerweile aber glaub...
weiterlesen


foonds.com - Die Geldanlage Themen vom 17.Mai
 
Christa Grünberg, 17.05.2013
Sehr geehrte LeserInnen, mein Kollege Christoph Rohrmoser hat den schwierigen Versuch unternommen, verschiedenen Ungereimtheiten rund um den Goldpreissturz im April auf den Grund zu gehen und hat dazu den deutschen Rohstoffexperten und Mitorgan...
weiterlesen


Zertifikate Express
 
Michael Plos, 17.05.2013
Liebe LeserInnen! Willkommen bei der neuen Ausgabe des österreichischen Newsletters für Zertifikate und CFDs! Anfang der Woche gingen sowohl der Zertifikate Award 2013 als auch der Zertifikate Kongress 2013 über die Bühne. Als Location wur...
weiterlesen


New Media Express
 
Josef Chladek, 17.05.2013
n/a
weiterlesen