Bonus-Zertifikate mit Cap verfolgen in der Regel ein sehr einfaches Konzept. Dieses lautet: „Wird die Barriere während der Laufzeit nicht verletzt, wartet auf Anleger eine Rückzahlung zum Cap“.
Bei BNP Paribas gibt es jedoch mittlerweile einige Feinheiten, was die Beobachtung der Barriere betrifft. Und so wurden vor geraumer Zeit die so genannten „Last Minute Bonus-Zertifikate“ präsentiert. Dabei wird die Barriere nur zum Laufzeitschluss betrachtet. Das lässt die Wahrscheinlichkeit eines „Knock-Out“ natürlich deutlich sinken.
Hybrid mit 19,59% Puffer
Mittlerweile gibt es eine Art Hybrid zwischen „klassischem Bonus-Zertifikat“ und „Last-Minute Bonus-Zertifikat“. BNP Paribas nennt das „Bonus Pro“.
Als Beispiel soll das Bonus Pro-Zertifikat auf den DAX mit der ISIN DE000BN7ESX2 dienen.
Die Rahmenbedingungen sind schnell erklärt. Als Basiswert fungiert der DAX. Dieser notiert derzeit bei 7203,61 Punkten. Die Barriere liegt bei 5800 Punkten, der Bonuskurs bei 9000 Punkten.
Das Zertifikat kostet derzeit 83,54 Euro (und kann um 83,49 Euro verkauft werden). Damit errechnet sich eine Rendite von 7,75 Prozent. Da das Laufzeitende bereits am 21. Juni 2013 (Bewertungstag) erreicht wird, die Laufzeit also weniger als ein Jahr betrifft, errechnet sich eine annualisierte Rendite von 10,11 Prozent. Der Puffer liegt bei 19,49 Prozent. Und genau bei diesem Puffer liegt auch die Krux.
Letzter Monat entscheidet
Die Barriere von 5800 Punkten wird nämlich weder permanent, noch nur einmalig beobachtet. Stattdessen gibt es einen verkürzten Zeitraum, in welchem die Barriere unbedingt halten muss. Dies ist die Zeitspanne von 21. Mai 2013 bis 21. Juni 2013. Hält die Barriere, wird am 27. Juni der Bonusbetrag ausbezahlt.
Wird die Barriere während dieses Monats aber verletzt, kommt es zur traditionellen Konsequenz bei Bonus-Zertifikaten. Anleger tragen den Verlust des Basiswerts in vollem Umfang.






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