Nach Einschätzung der Investmentlegende Jim Rogers wird für die Krise der Eurozone letztlich ein schrecklicher Preis bezahlt werden, ganz egal, ob die Europäische Zentralbank (EZB) mit dem massenhaften Ankauf von Anleihen beginnt oder nicht. Rogers sagt: " Diese Kerle haben eine lange Zeit den gleichen alten Mist gesagt. Damit lässt sich das Spiel nicht umdrehen, es ist nur gut für die Märkte vielleicht für einen Monat. Die Schuldenberge steigen höher und höher an und letztlich werden wir alle einen schrecklichen Preis zahlen".
Rogers warnt, dass die Marktrally, welche viele als Gelegenheit zum Einstieg in riskantere Werte gesehen haben, nur ein kurzfristiger Ausschlag sein werde. "Für mich stellt sich das nicht als Gelegenheit dar, Geld zu machen. Es ist für den Markt nicht gut und es verspricht auch keine Dauer. Alle drei oder vier Monate haben die politischen Führer der Eurozone ein Gipfeltreffen und sagen dann: Hallo, alles ist jetzt gut. Der Markt befindet sich im Anstieg". Rogers argumentiert, dass uns all dies ermüdet und dass dies auch bei den Märkten zutrifft.
Rogers, der für seine bullische Einstellung für Rohstoffe schon lange bekannt ist, äußert sich dahingehend, dass es keinen Grund gebe, seine Haltung zu ändern. "Der Bullenmarkt bei Rohstoffen wird eines Tages enden - aber dieser Tag ist noch weit, weit entfernt. Bei Rohstoffen hat es für einige Zeit eine Korrektur gegeben. Zur Zeit weiß jeder, dass Geld auf den Markt geworfen wird und die Geschichte lehrt uns, dass in einem solchen Fall die richtige Schutzmaßnahme darin besteht, reale Vermögensgegenstände zu besitzen, sei es nun Silber oder Reis. Falls sich die Weltwirtschaft bessert, dann besitze ich Rohstoffe, bei denen sich Verknappung entwickelt. Falls es nicht zu der Verbesserung kommt, dann werden alle Zentralbanken Geld drucken. Es handelt sich dabei zwar um die falsche Maßnahme, es ist aber das einzige, was ihnen an Maßnahmen einfällt."






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