Griechenland soll weiter im Euro bleiben, zumindest ist das der Wunsch von Bundeskanzlerin Merkel, angeblich ungeachtet dessen, wie der Troika-Bericht ausfallen wird. Offenbar herrscht Fracksausen, was an Folgekosten auftreten könnte, wenn Griechenland hinausgeworfen wird, vor allem infolge von potentiellem Abschreibungsbedarf bei Spanien- und Italien-Investments. Dass die Aufrechterhaltung der Eurozone billiger käme als deren Verkleinerung, wird man nicht müde, immer wieder zu betonen. Auch Gutachten und Expertenmeinungen werden dafür immer wieder aus dem Hut gezaubert. Letztlich ist das inzwischen längst eine politische Doktrin, deren Wahrheitsgehalt nur schwer überprüfbar ist. Skepsis ist jedenfalls angebracht. Die EZB verlässt ihren Pfad der üblichen Notenbanktugenden immer weiter und wird in Zukunft bei Bedarf eifrig Junk-Anleihen maroder Staaten aufkaufen und damit die Schulden vergemeinschaften, entgegen den Bestimmungen im Maastricht-Vertrag. Nordeuropa wird somit weiterhin für den Schlendrian in den Südstaaten geradestehen und Reformen werden weiter weiter auf die lange Bank geschoben. Zugleich staut sich potentielle Inflation auf, die unkontrolliert losbrechen kann. Gut ist dieses Szenario vor allem für Realvermögen, entsprechend befinden sich Gold und Silber wieder im Höhenflug. Bemerkenswert der Euro-Goldkurs: Dieser war am Freitag mehrmals nur 1 Euro unter dem Alltime-High vom September 2011, neue Euro-Höchststände könnten im Laufe der kommenden Woche erreicht werden.
(cr)






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