Die Ratingagentur Fitch hat den Ausblick für Kroatien von "negativ" auf "stabil" revidiert, das Rating aber auf dem niedrigsten Investmentgrad "BBB-" belassen, berichteten Medien am Mittwoch. Wie Fitch in einer Aussendung mitteilte, wurden die Anstrengungen der kroatischen Regierung berücksichtigt, mittelfristig die fiskalischen Herausforderungen anzugehen. "Die größte Herausforderung wird sein, das Defizit weiter zu reduzieren und Strukturreformen voranzutreiben, um das schwache Wirtschaftswachstum anzuhalten", so die Agentur.
Die öffentlichen Finanzen bleiben demnach ausschlaggebend für das Rating, die Schuldendynamik sei ohne eine Konsolidierung nicht haltbar, so die Analysten. Die Regierung sei auf dem Weg, das Defizit 2012 auf 3,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu senken, von 5 Prozent im Vorjahr. Die Reduktion der Ausgaben im öffentlichen Sektor sollte im zweiten Halbjahr 2012 und im Gesamtjahr 2013 eine größere Rolle spielen, rät die Agentur.
"Die kroatische Wirtschaft steht vor einem Wachstumsproblem", konstatiert Fitch. Das Land habe seit 2008 kein Wachstum verwirklicht, und wird es auch heuer nicht: Die Ratingagentur geht von einem Rückgang des BIP von 1,7 Prozent aus und mittelfristig von einem Wachstum von 1,5 Prozent. Um ein BIP-Wachstum zu bewirken und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, sollte unter anderem auch der Arbeitsmarkt reformiert werden.
APA






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