Mit 4% Anstieg auf 31,74 Dollar verzeichnete Silber am Freitag einen der größten Anstiege im heurigen Jahr. Damit folgte Silber dem festen Goldpreis. Zudem wurde die 200-Tageslinie bei 30,3 und der Abwärtstrend bei 30,6 gebrochen. Heiko Weyand, Zertifikateexperte bei HSBC Trinkaus, sieht damit charttechnisch den Weg frei bis 37 und darüber. Die Gründe für die zuletzt gute Performance von Gold und Silber sind u.a das Notenbankertreffen in Jackson Hole, das Anleger darin bestärkte, dass weitere expansive Maßnahmen in der Geldpolitik zu erwarten seien.
Auch Silberjunge Thorsten Schulte erwartet in den nächsten Monaten eine Rallye, wie er in einem Gastbeitrag in der Wirtschaftswoche ausführt (http://www.wiwo.de/ ). Bei einem Kurs von 50 USD, dem Top vom April 2011, entspricht der Wert des bisher geförderten Silbers nur 0,7% des Weltfinanzvermögens, während es 1980 in der Silberblase immerhin 15% waren. Damit sieht Schulte eine grundlegend andere Situation als 1980, als die Hausse, maßgeblich initiiert durch die Gebrüder Hunt, auf tönernen Füßen stand. Der Wert noch des vorhandenen Silbers (ein Teil wurde industriell verbraucht) beträgt überhaupt nur 117 USD je Erdenbürger, während die festverzinslichen Wertpapiere 14'000 USD ausmachen. Positiv ist zudem, dass der Anteil der Silberoptimsten unter den Anlageberatern in den USA auf unter 40% gesunken ist.
Jim Rogers hält nach wie vor an Rohstoffinvestments fest und empfiehlt Silber vor Gold. Er rechnet, dass der alte Höchstkurs von 1980 bei 50 USD nachhaltig überschritten wird.
Weitere Impulse könnte die EZB-Ratssitzung in der kommenden Woche bringen.
(cr)






DNB
Vontobel
weiterlesen