Alles wartet auf Jackson Hole - und die nächstwöchige EZB-Sitzung. Dann, so die klare Erwartungshaltung an den Märkten, muss auch Mario Draghi endlich klarlegen, wie er den Euro mit allen Mitteln verteidigen will. Kommen fixe Zinsobergrenzen für Anleihen-Käufe? Sind es weiche? Und welche Voraussetzungen gibt es überhaupt dafür? Wenige werden es wohl nicht sein, nachdem Bundesbank-Chef Jens Weidmann scheinbar immer wieder mit seinem Rücktritt droht. Klar, dass da der Handel von geringen Umsätzen geprägt ist - sich niemand so richtig positionieren möchte, bevor nicht vielleicht doch enttäuschende Äusserungen von Bernanke oder Draghi den Märkten eine kräftige ‘Watsche’ erteilen.
All das schlägt sich auch auf den Fonds- sowie ETF-Handel durch - schwache Umsätze prägen das Geschehen, wie aus der aktuellen Marktumfrage der Deutschen Börse unter Händlern hervorgeht. So wurden auch DAX-Kurse von mehr als 7000 Punkten genutzt, um erzielte Gewinne sicher zu stellen - hier, wie auch bei europäischen Standardwerten prägten somit vor allem Abgaben das Geschehen.
Wenn, ‘flüchteten’ Anleger vorwiegend in ‘sichere’ Anlagen wie Sachwerte - etwa Immobilienfonds. Gefragt war unter anderen der offenen Immobilienfonds etwa der Deka-ImmobilienGlobal (ISIN DE0007483612) - dieser grenzt sich mit seiner stärkeren aussereuropäischen Ausrichtung von anderen Offenen Immobilienfonds ab - und der Deka-ImmobilienEuropa (DE0009809566). Dieser investiert schwerpunktmässig bis zu 60 Prozent in den europäischen Wirtschaftsraum (ohne Deutschland) und maximal bis zu ca. 40 Prozent in Deutschland.
Auch Edelmetalle sind wieder gefragt - wohl in Erwartung, dass die Notenbanken die Druckerpressen für Anleihenkäufe wieder verstärkt anwerfen und derart dafür sorgen, dass am Horizont des Inflationsgespenst zu spuken beginnt - womit wir aber eher den ETF-Bereich ansprechen: Denn sowohl bei Gold-, als auch bei Silber- und Platin-ETFs setzten vorwiegend Käufe ein. Zu den umsatzstärksten Produkten zählten der db Physical Gold Euro Hedged ETC (DE000A1EK0G3), der ETFS Physical Gold (DE000A0N62G0) und der ETFS Physical Silver (DE000A0N62F2). „Nachdem sich in der vergangenen Woche die Anzeichen gemehrt haben, dass die EZB ihre Bemühungen zur Bekämpfung der Schuldenkrise in der Eurozone intensiviert, stecken Anleger wieder mehr Mittel in Gold. So sind über 120 Millionen US-Dollar in physisch hinterlegte Gold-ETCs geflossen", berichtet etwa Bernhard Weger von ETF Securities.
Schwellenländer-ETFs standen auch auf den Verkaufslisten. Das wohl nach dem Chaos am Finanzmarkt Vietnam, dem Urteil gegen Samsung im Patentstreit mit Apple, den schwachen Wachstumszahlen Brasiliens und auch Indiens ...






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