Es ist immer wieder von Zeit zu Zeit interessant, sich ein paar Zahlen in Relation zueinander anzusehen, um die Dimensionen nicht aus den Augen zu verlieren in Zeiten, wo eine Millarde nichts mehr ist und bald nur mehr mit Billionen herumgeworfen werden muss.
Der weltweite Anleihenbestand beträgt knapp 100 Billionen Dollar (davon 45 Bio. Staatsanleihen, 41 Bio. Bankanleihen, der kleine Rest v.a. Industrieanleihen) oder 140% des Welt-BIP. Noch vor 12 Jahren waren es erst 35 Billionen oder 110% des BIP, also einer Verdreifachung in 12 Jahren.
Die Schulden aller amerikanischen Wirtschaftssubjekte erreichen 55 Billionen USD oder schwindelerregende 350% des US-BIP, vor 12 Jahren waren es erst 25 Bio. oder 250% des BIP.
All das ist aber nichts gegenüber dem Derivatevolumen: Der Derivateberg hat sich auf 711 Bio. USD (900% des Welt-BIP) aufgetürmt, 1999 waren es erst 100 Bio., eine glatte Versiebenfachung, die nichts Gutes verheißt, denn niemand Geringerer als Warren Buffett hat Derivate als finanzielle Massenvernichtungswaffen bezeichnet.
Die weltweite Börsenkapitalisierung beläuft sich auf 50 Bio. USD, was von der Größenordnung her in etwa der Verschuldung der US-Wirtschaftssubjekte entspricht.
Drastisch verschlechtert hat sich auch die Außenverschuldung Amerikas: Bis zur Jahrtausendwende hatte Amerika Auslandsguthaben, heute sind es 4 Bio. Schulden.
Interessant ist auch der Marktwert von Apple als Vergleichsmaßstab: Dieser beträgt 620 Mrd. USD, der gesamte US-Bargeldumlauf ist mit 1100 Mrd. nur doppelt so groß. Das US-Staatsgold hat demgegenüber nur den bescheidenen Wert von knapp 440 Mrd. USD, die weltweiten Zentralbankengoldreserven machen 1,7 Bio. aus.
Die gesamten Investments in Rohstoffe erreichen (laut Barclays) nur 400 Mrd. USD, also weniger als den Goldwert des US-Goldes. Noch bescheidener ist die jährliche Goldproduktion in der Höhe von 150 Mrd., oder die Silberlagerbestände von 80 Mrd. Und die Silberproduktion 2011 erreichte 23 Mrd. USD.
Was man also zusammenfassend sieht: Einerseits eine Schuldenexplosion in den letzten zwölf Jahren (absolut und zum BIP), andererseits relativ bescheidene Größenordnungen bei den Edelmetall-Wertvolumina. Selbst wenn man sämtliches bisher geförderte Gold von rund 160.000 Tonnen (der legendäre 20m-Würfel) in die Schlacht wirft, kommt man nur auf 8 Billionen USD oder 11% des Welt-BIP.
(cr)






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