Jeder zweite Europäer macht sich Sorgen, ob das Geld für die Pension reichen wird. Gleichzeitig sind die Hoffnungen auf einen hohen Lebensstandard in der Pension gering. Auch die Österreicher sind davon nicht ausgenommen, sehen aber nicht so schwarz wie andere Europäer.
"Machen Sie sich Sorgen, ob Ihr Geld für die Pension reichen wird?" Diese Frage bereitet 52% der Europäer Kopfzerbrechen. So das Ergebnis der ING International Survey (IIS). Mehr als 12.000 Personen in 12 Ländern wurden dafür zu dem Thema "Pensionen und langfristiges Sparen" befragt.
Wie schlimm die Ängste der Europäer sind, zeigen die genauen Zahlen daus den einzelnen Ländern. 73% der Spanier sind besorgt bis sehr besorgt, ob sie sich ihre Pension leisten werden können. Dicht dahinter folgen die Italiener (65%) und Franzosen (64%). Am wenigsten ängstlich sind die Niederländer (27%) und die Österreicher: Nur jeder Dritte (33%) ist besorgt oder sehr besorgt über seine Finanzen für die Pension.
Im Gegenzug sagt nur jeder 8. Österreicher (12%), dass er sich überhaupt keine Sorgen um seine Finanzen bei Pensionsantritt macht. Dieser niedere Wert reicht dennoch für den Spitzenplatz bei den Optimisten Europas, dicht gefolgt von den Rumänen (11%) und Türken (10%). In Frankreich sind lediglich 3% so unbekümmert.
29% der Österreicher gehen davon aus, dass sie in ihrem Ruhestand den gleichen Lebensstandard wie die heutigen Pensionisten haben werden. Der gleichen Meinung sind auch die Rumänen. Optimistischer sind nur die Türken, die sogar zu 41% daran glauben. Weit abgeschlagen sind die Italiener (13%) und die Franzosen (14%), die nur zu einem geringen Prozentsatz daran glauben. "Den Menschen wird zunehmend bewusst, dass sie selbst aktiv werden müssen, wenn sie finanziell gut gestellt in die Pension starten wollen", fasst Roel Huisman, CEO der ING-DiBa Direktbank Austria, die Umfrageergebnisse zusammen. "Deshalb wird gezieltes Sparen und rechtzeitiges Vorsorgen - auch mit kleinen Beträgen - für jeden Einzelnen noch wichtiger werden."
54% der Österreicher rechnen damit, dass sie in ihrer Pension nicht denselben Lebensstandard haben werden wie die heutigen Rentner. Europaweit ist die Prognose noch düsterer: In Frankreich und Italien rechnen ganze 71% mit einem Absacken des Lebensstandards für Senioren. In Österreich sind die Bewohner der südlichen Bundesländer am pessimistischsten: 63% glauben, dass es ihnen in der Pension finanziell schlechter gehen wird als heutigen Ruheständlern. In Wien teilen nur 47% diese Meinung.
Ein Drittel der Österreicher (33%) macht sich Sorgen bis grosse Sorgen darüber, ob genug Geld für die Pension zur Verfügung stehen wird. Die Ängste sind bei den ganz Jungen zwischen 18 und 24 Jahren am grössten (37%). Auch 36% der Frauen schauen sorgenvoll in die Zukunft (Männer: 31%).






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