In der Steiermark hat die Pleite der KST Vermögensverwaltungs AG Anleger rund 5,2 Mio. Euro gekostet. Das Unternehmen hatte Insolvenz angemeldet, nun wurde zu Wochenbeginn im Verfahren eine Quote von 6,21 Prozent für die Gläubiger beschlossen, wie seitens des Kreditschützers AKV ein Bericht der "Kleinen Zeitung" bestätigt wurde. Das Konkursverfahren war bereits vor fast genau einem Jahr auf Antrag des Unternehmens eröffnet worden. Aktiva von rund 0,324 Mio. Euro standen Passiva von rund 5,2 Mio. Euro gegenüber. Auch die Staatsanwaltschaft Graz interessiert sich für den Fall und hat schon zu Jahresende 2011 Ermittlungen aufgenommen.
Laut Konkursantrag war von rund 65 Gläubigern die Rede, Privaten wie Institutionen wie GKK oder die Finanz, wobei manche mehrmals Forderungen eingereicht hatten. Die am Montag vorgelegte Schlussrechnung des Masseverwalters wurde genehmigt, die Quote beläuft sich auf rund 6,21 Prozent. Dem Alpenländischen Kreditschutzverband (AKV) zufolge werde nun noch die die Klagefrist von vier bis sechs Wochen abgewartet, dann erst könne mit der Bedienung der Quote begonnen werden.
Als Ursache der Insolvenz der KST Vermögensverwaltungs AG war im Konkursantrag der Fall der Papiere des im Prime Market der Wiener Börse notierten biomedizinischen Unternehmens Intercell AG genannt worden. Die Aktie von Intercell war zu Jahresende 2010 tief gestürzt, von 32 Euro auf 2,26 Euro. Mittlerweile hat sich das Unternehmen wieder erholt. Seitens der KST sei zwar laut AKV noch versucht worden, eine breitere Streuung der Investments durchzuführen, doch letztlich vergeblich.
Ermittlungen hat auch die Staatsanwaltschaft Graz aufgenommen, wie seitens Sprecher Hansjörg Bacher am Freitag der APA bestätigt wurde. Der Vorwurf lautete auf Verdacht auf Untreue und Urkundenfälschung, eingeleitet wurden die Ermittlungen bereits im Dezember 2011. Bisher habe man 27 Geschädigte auf der Liste, weitere seien nicht ausgeschlossen.
apa






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