In Deutschland muss anscheinend wieder einmal alles bis ins Letzte reglementiert sein. Nachdem mit offenen Immobilienfonds in den letzten Jahren kein Blumentopf zu gewinnen war, sondern einer nach dem anderen liquidiert werden musste (http://www.foonds.com/ ), was den Anlegern zwar Verluste, aber bei weitem keine Totalverluste wie etwa bei geschlossenen Schiffsfonds oder Lehman-Zertifikaten bescherte, sollen vorsichtshalber neue offene Immofonds gleich nicht mehr erlaubt sein. So will es zumindest Finanzminister Schäuble in seinem Entwurf, demzufolge auch Hedgefonds künftig für Privatanleger tabu sein sollen (http://www.n-tv.de/ ). Die deutsche Fondsindustrie ist wenig erfreut und befürchtet eine Abwanderung offener Immobilienfonds nach Luxemburg und Irland. Das würde dem deutschen Fondsmarkt nicht gut tun, denn die Konkurrenz der Fonds nach Luxemburger Recht ist ohnehin groß.
Wenn man der Meinung ist, Anleger müssten vor allem und jedem und vor sich selbst geschützt werden, sollte man bei dieser Gelegenheit auch gleich Aktien und Staatsanleihen verbieten. Erstere erzeugen häufig Verluste und letztere sind wegen der Inflation und Besteuerung auf längere Sicht auch ein ziemliches Verlustgeschäft, von Staatsbankrotten gar nicht zu reden. Zudem: Solange weiterhin Drückerkolonnen ungeniert mehr oder minder fragwürdigen Finanzprodukte an den Mann bringen können, braucht man sich wegen der Risiken offener Immofonds wohl die geringsten Sorgen zu machen.
(cr)






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