Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube am Dach. So oder ähnlich dürften derzeit Fondsanleger denken. Zumindest geht aus der jüngsten Marktumfrage der Deutschen Börse hervor, dass sich viele Fondsanleger nach der Erholung an den internationalen Aktienbörsen für eine Sicherung ihrer Gewinne entscheiden.
Nachdem etwa der DAX binnen etwa drei Wochen eine Performance von mehr als 5% erzielen konnte, trennen sich Anleger zurzeit nicht zuletzt von deutschen Standardaktienfonds. Im ETF-Bereich, dazu aber später, geht das soweit, dass mit Short-Varianten auf einen rückläufigen DAX gesetzt wird, bzw. versucht wird, bestehende Positionen derart abzusichern.
Zugegriffen wird hingegen weiter beim Amundi Funds Absolute Volatility Euro Equities (ISIN LU0272941971). Dieser investiert in Optionen mit einjähriger Laufzeit auf den Euro Stoxx 50 und zielt dabei auf Gewinne aus den Schwankungen der impliziten Einjahresvolatilität an den Aktienmärkten im Euroraum ab.
Auch das Thema Dividende beginnt wieder verstärkt zu ziehen. Davon profitierten z.B. die beiden Klassiker M&G Global Dividend Fund (GB00B39R2S49) sowie der DWS Top Dividende (DE0009848119). Ersterer wurde übrigens auch eben erst von der Branche als „Fonds des Monats“ Juli gewählt, ein Award, den der Börse Express gemeinsam mit Deloitte durchführt.
Bei ETF-Anlegern kühlt die Liebe zu Deutschland auch ab. Das macht sich hier aber weniger im Aktien-, sondern vor allem im Rentenbereich bemerkbar. Indexfonds mit deutschen Bundesanleihen gelten zunehmend als Renditekiller. Frei werdende Gelder fliessen zum Teil in Aktien-ETFs, dabei darf es mittlerweile sogar wieder etwas exotischer sein. Einigen Anlegern ist die Rally aber wohl schon zu weit gegangen: Sie parken die Liquidität in Geldmarkt-Indexfonds und warten vorerst einmal ab - etwa im iShares eb.rexx Money Market (DE000A0Q4RZ9) oder dem db x-trackers EONIA TR (LU0290358497). Weiter hoch in der Gunst steht auch jener Rentenbereich, der noch klar über den Nullrenditen von Deutschland und Co versprechende Verzinsungen auf das eingesetzte Kapital bietet - Unternehmensanleihen. Wobei, Banken wird weiter mehrheitlich misstraut. Das zeigt sich am nachgefragten iShares Barclays Capital Euro Corporate Bond ex-Financials (DE000A0YEEX4), einem ETF, der die Entwicklung europäischer Unternehmensanleihen ausserhalb der Finanzbranche nachbildet.
Damit zu den eingangs erwähnten Short-Wetten auf den DAX. Dabei zeigten sich die Anleger durchaus risikobereit, denn auch gehebelte Short-Produkte wurden gekauft. Das war dann etwa der db x-trackers ShortDAX Daily ETF (LU0292106241). Gehebelt wird etwa über den db x-trackers Short DAX x2 Daily ETF (LU0411075020) - mit dem Faktor 2.






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