Die Internationale Energieagentur (IEA) hält US-Regierungspläne zum Anzapfen der strategischen Ölreserven offenbar für nicht notwendig. "Es gibt keinen Grund für eine Freigabe", sagte IEA-Exekutivdirektorin Maria van der Hoeven am Freitag. Die IEA berät die Länder und koordiniert eine mögliche Freigabe. Die Ölmärkte seien derzeit gut versorgt, begründete die Agentur-Chefin ihre Einschätzung. Die Mitglieder der in Paris ansässigen IEA müssen einem Anzapfen der Notreserve zustimmen. US-Präsident Barack Obama habe die IEA bislang nicht kontaktiert, ergänzte van der Hoeven.
Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Donnerstag aus mit der Sache vertrauten Kreisen erfahren, dass die US-Regierung derzeit alte Pläne wieder aus der Schublade hole. Die USA ziehen demnach im Kampf gegen rekordhohe Benzinpreise ein Anzapfen der strategischen Ölreserven in Betracht. Der Anstieg des Ölpreises um rund ein Drittel binnen zwei Monaten sei Grund zur Sorge.
(APA)






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