Der Handel mit Anlagezertifikaten und Hebelprodukten an den Börsen in Stuttgart und Frankfurt ging im Juli insgesamt leicht zurück. Das Handelsvolumen betrug 3,7 Mrd. Euro. Das entsprach einem Rückgang von 1,1% gegenüber dem Vormonat. Es wurden aber 1,6% mehr Kundenorders ausgeführt, insgesamt 373.836. Die durchschnittliche Ordergrösse betrug entsprechend 9859 Euro nach 10.132 Euro im Juni.
Mit Blick auf die Produktkategorien war das Bild uneinheitlich. So wurden Anlageprodukte mit einem Volumen von 2,3 Mrd. Euro gehandelt, ein minimales Plus von 0,1%. Die Zahl der ausgeführten Kundenorders stieg von 83.497 im Juni auf 88.526 im Juli. Die durchschnittliche Ordergrösse sank gleichzeitig um 5,6% auf 25.436 Euro.
Der Handel von Hebelprodukten wie Optionsscheinen oder Knock-Out Papieren ging gegenüber dem Vormonat weiter zurück. Das Handelsvolumen nahm um 3% auf 1,4 Mrd. Euro ab. Die Zahl der ausgeführten Kundenorders erhöhte sich von 284.380 im Juni auf 285.310 im Berichtsmonat. Die durchschnittliche Ordergrösse verringerte sich um 3,3% und betrug 5026 Euro.
161.528 neue Zertifikate
Die Börse Stuttgart registrierte im Juli einen Handelsumsatz mit strukturierten Wertpapieren in Höhe von 2,4 Mrd. Euro. Sie sicherte sich damit einen Marktanteil von 66,1%. Insgesamt führte die Stuttgarter Börse 234.458 Kundenorders aus. Die Börse Frankfurt verzeichnete Umsätze von 1,3 Mrd. Euro. Das ergab einen Marktanteil von 33,9%. Insgesamt lag die Zahl der ausgeführten Kundenorders in Frankfurt bei 139.378.
Im Juli wurden 161.528 Anlagezertifikate und Hebelprodukte neu gelistet. An den Börsen in Frankfurt und Stuttgart hatten Anleger somit die Wahl zwischen 432.835 Anlagepapieren und 507.546 Hebelprodukten.
Indizes top - trotz Rückgangs bei Hebelprodukten
Bei den Anlageprodukten standen Produkte mit Indizes als Basiswert im Fokus des Anlegerinteresses. Ihr Umsatzvolumen legte um 4,6% auf 1,3 Mrd. Euro zu. Ihr Marktanteil weitete sich von 55,5% auf 58% aus. Besonders bei den Express-Zertifikaten dominierten die Indizes als Basiswert mit einem Anteil von 78,4%. Bei den Bonus-Zertifikaten erreichten die Indizes einen Anteil von 69%, Index- und Partizipations-Zertifikate kamen auf einen Anteil von 83%.
Bei den Hebelprodukten nahm die Nachfrage nach Indizes als Basiswert im Juli deutlich ab. Das Handelsvolumen verringerte sich um 8,5% auf 949 Mio. Euro. Ihr Marktanteil lag bei 66,2% nach 70,2% im Vormonat. Bei den Optionsscheinen erreichten Indizes als Basiswert einen Marktanteil von 65,1%. Bei den Knock-Out Produkten kamen sie auf einen Marktanteil von 66,7%.
Deutsche vor Commerzbank
Die Rangliste der Emittenten wurde wie in den Vormonaten von der Deutschen Bank und der Commerzbank angeführt. Die Deutsche Bank verzeichnete wie im Vormonat ein Umsatzvolumen von 1 Mrd. Euro. Ihr Marktanteil betrug 27,5%.
Die Commerzbank kam auf den zweiten Rang mit einem Handelsvolumen von 796,6 Mio. Euro und einem Anteil an den gesamten Börsenumsätzen von 21,6%. Die DZ Bank verteidigte den dritten Rang mit einem Volumen ausgeführter Kundenorders von 282,4 Mio. Euro und einem Marktanteil von 7,7%. Dahinter tauschten BNP Paribas und Royal Bank of Scotland die Plätze. Die RBS sicherte sich mit einem Handelsvolumen von 229,1 Mio. Euro und einem Anteil von 6,2% den vierten Rang. Auf Platz fünf folgte BNP mit einem Handelsvolumen von 218,8 Mio. Euro und einem Marktanteil von 5,9%.






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