Die Erwägungen der Europäischen Zentralbank (EZB), Staatsanleihen auf dem Markt aufzukaufen, beseitigen nicht das “erhebliche Risiko” eines Zahlungsausfalls von Spanien und von Italien. Das erlärt Piero Ghezzi, Chef für volkswirtschaftliche Fragen, Schwellenländer und Devisen-Analysen bei der britischen Bank Barclays, in einer aktuellen Notiz an Kunden.
Die “nicht vernachlässigbare” Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls werde weiterhin die Märkte belasten. Gleichzeitig wies er aber auch darauf hin, dass es nicht zwangsweise zu einem Ausfall bei Spanien und Italien kommen müsse.
Ghezzi sieht in den Anleiheplänen der EZB keinen Auslöser einer dramatischen Wende, die es den Ländern im Süden Europas ermöglichen wird, das Marktvertrauen in nächster Zukunft wieder herzustellen. Auf lange Sicht würden sich jedoch die Chancen für eine mögliche Lösung der Krise verbessern.
In seinem Basis-Szenario geht Ghezzi lediglich davon aus, dass die EZB die Renditen auf ein Niveau von etwa 5,5 Prozent bis 6 Prozent reduzieren kann. Bei einem Niveau von 7 Prozent hatten andere Länder Hilfe beantragen müssen.
(Bloomberg)





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