Die Ölpreise sind am Dienstag im Fahrwasser freundlicher Aktienmärkte gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Oktober kostete am späten Nachmittag 113,67 US-Dollar und damit geringfügig mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) mit Auslieferung im September stieg um 70 Cent auf 93,46 Dollar.
Konjunkturdatenveröffentlichungen hellten die Stimmung an den Finanzmärkten etwas auf. Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone ist zwar im zweiten Quartal wie von Volkswirten erwartet um 0,2 Prozent gefallen. In Deutschland und Frankreich waren allerdings die Daten etwas besser ausgefallen als prognostiziert. Am Nachmittag stützten deutlich besser als erwartet ausgefallene US-Einzelhandelsumsätze den Dollar. Die Ölpreise wurden dadurch jedoch nur wenig belastet.
Für Unterstützung am Ölmarkt sorgten politische Risiken. In den vergangenen Tagen habe sich die Rhetorik zwischen Iran und Israel deutlich verschärft, was die Sorgen vor einem militärischen Konflikt verstärke, sagten Händler. Als weiterer Krisenherd in der Region sei das wichtige Öltransitland Ägypten hinzugekommen, nachdem der neugewählte Präsident die Armeeführung entmachtet und den Verteidigungsminister ausgewechselt habe. Die Spannungen im bevölkerungsreichsten arabischen Staat erklärt laut Experten der Commerzbank auch die deutliche Preisdifferenz zwischen WTI und Brent.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist ebenfalls weiter gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 109,67 Dollar. Das sind 57 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
(dpa-AFX)






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