Die Seltene Erden-Exploration außerhalb Chinas schreitet nicht voran. Zwar gibt es an die 200 Start-Ups, die den Seltene Erden-Hype für Kapitalaufbringung zu nutzen wussten, doch die benötigten Mittel bis zur funktionierenden Exploration sind hoch. So äußerte sich der SE-Spezialist Dr. Siebholz bereits vor einiger Zeit äußerst skeptisch, was die Überlebenschancen der meisten Startups betrifft. MolyCorp gehört nun zu den großen Unternehmungen auf diesem Sektor und es wurden ihr gute Chancen zugebilligt, die Nummer 1 unter den SE-Unternehmen außerhalb von China zu werden, wenn die Exploration in der Mountain Pass Mine in Californien in Gang gebracht würde. Doch nun schockten Meldungen die Anleger, dass der Kapitalbedarf größer sei und die vorhandenen Mittel nicht ausreichten. Allein am 3. August brach der Kurs nach den Q2-Zahlen um 30% ein, da die stark gefallenen SE-Preise zu einem Verlust führten. Der Preis der von Molycorp angebotenen SE-Palette hat gegenüber letztem Jahr (Q4) mit aktuell nur mehr 52 USD/kg fast 60% verloren.
Molycorp befindet sich auf halbem Weg, die angepeilten 40.000 Tonnen an SE pro Jahr zu fördern und erwartet für heuer 8000 bis 10.000 Tonnen von der Mountain Pass Mine.
Der Aktienkurs hat wegen der düsteren Aussichten seit Mai 2011 rund vier Fünftel verloren.
Ähnlich düster sieht die Kursentwicklung bei Lynas aus, dem zweiten erfolgversprechenden Unternehmen der Branche. Beide Papiere sind wesentliche Basiswerte für zahlreiche Seltene Erden ETFs und -Zertifikate mit entsprechenden Konsequenzen für deren Performance. So verlor etwa der Solactive Rare Earth Index (DE000A1DKN27) seit Frühling 2011 rund 70% seines Wertes.
Dass der Seltene Erden-Boom vorläufig dem Ende zugeht, darüber wurde bereits im November berichtet: http://www.foonds.com/ und
Seltene Erden – eine Blase wie einst Internetaktien? http://www.foonds.com/ sowie
Warum die Goldman-Sachs-Studie zu Seltenen Erden wenig taugt: http://www.foonds.com/
(cr)






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